Weltweit sprechen sich Menschen dafür aus, Flüchtlinge zu schützen. Gleichzeitig blicken sie skeptisch darauf, wie sich diese Absicht umsetzen lässt. Zu dem Schluss kommt eine globale Umfrage.In Deutschland haben sich in der repräsentativen Umfrage 51 Prozent für eine vollständige Schließung der Grenzen für Flüchtlinge ausgesprochen. Gleichzeitig befürworten 69 Prozent das Recht, in einem anderen Land Schutz vor Krieg oder Verfolgung zu suchen. Diesen scheinbaren Widerspruch zeigt die neue globale Erhebung , die das Meinungsforschungsinstitut Ipsos UK gemeinsam mit dem Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR veröffentlicht hat.
62 Prozent der Befragten in Deutschland sind der Umfrage zufolge der Meinung, viele Asylsuchende seien nicht wirklich schutzbedürftig, sondern suchten wirtschaftliche Chancen oder Sozialleistungen. Die Einstellungen in Deutschland entsprechen in etwa dem Durchschnitt in den 29 Ländern.Besonders skeptisch waren die Menschen in Deutschland aber in Bezug auf die Integration: In allen Ländern zusammen glauben im Durchschnitt 44 Prozent, dass Flüchtlinge sich erfolgreich integrieren werden. In Deutschland waren es nur 30 Prozent. Hier sehen auch nur 35 Prozent einen positiven Beitrag von Flüchtlingen, verglichen mit 39 Prozent in allen Ländern.Überall zeigen sich Generationsunterschiede: Menschen der Generation Z (Jahrgänge 1997-2012) sind in allen Ländern aufgeschlossener als ältere. 49 Prozent dieser Altersgruppe weltweit glauben, Flüchtlinge würden sich erfolgreich integrieren – verglichen mit nur 39 Prozent der Babyboomer (1946-1964). Auch Zweifel an den Motiven der Schutzsuchenden und Unterstützung für Grenzschließungen sind bei Jüngeren seltener, wenngleich sie in allen Generationen verbreitet bleiben.







