Der ehemalige BMW-Designer Pierre Leclercq hat die russische Staatsbürgerschaft erhalten. Das geht aus einem Dekret von Präsident Wladimir Putin hervor, das der Kreml am Montag veröffentlicht hatte.Leclercq hat sich bislang nicht zu seiner Einbürgerung geäußert. Von 2001 bis 2011 war er als Designer für BMW tätig und hatte unter anderem den X5 und X6 entworfen. Später arbeitete er für Chinas ersten privaten Autokonzern Great Wall Motors und den südkoreanischen Autobauer Kia. Zuletzt war Leclercq als Chefdesigner bei Citroën tätig. Warum wird er jetzt plötzlich Russe?

Belgischer Designer: Von Ferrari über BMW nach Russland

Leclercqs Karriere im Automobildesign startete 1998. Er begann seine Laufbahn beim legendären italienischen Unternehmen Zagato, das sich auf das Design für Premiummarken wie Ferrari, Alfa Romeo, Maserati, Aston Martin und Lamborghini spezialisiert hatte. Beim deutschen Autobauer BMW schuf Leclercq später seine bekanntesten Werke.

Er entwarf das Exterieur der zweiten Generation des BMW X5 (E70) und der ersten Generation des BMW X6 (E71). 2011 wurde er zum Chefdesigner von BMW M befördert und verantwortete dort das Design aller zukünftigen M-Modelle. Nach Stationen in China, Südkorea und bei Citroën folgt nun überraschend Russland. Warum?