Mit den Ergebnissen der beiden Vorbereitungsspiele in Chemnitz (1:1) und Jena (0:2) konnte man in Reihen des 1. FC Union Berlin nicht zufrieden sein. Defensiv zeigte sich die Mannschaft des neuen Trainers Mauro Lustrinelli wiederholt anfällig, offensiv fehlten Kreativität und Spielwitz. Die beiden Regionalligisten, die in weniger als zwei Wochen schon mit dem ersten Pflichtspiel in die neue Saison der Nordost-Staffel starten, machten dem Bundesligisten über jeweils 90 Minuten das Leben schwer. Lustrinelli machte nach der Niederlage in Jena keinen Hehl daraus, dass er mit dem Vorbereitungsplan nicht zufrieden sei. „Die Planung ist für uns nicht optimal, aber wir können daran nichts ändern“, sagte der Schweizer, der in bislang vier Testspielen jeweils zur Pause die ganze Mannschaft durchwechselte. Für seine Spieler hatte er ungeachtet der Resultate nur Lob übrig: „Unsere Spieler sind Helden, bei dem, was sie diese zwei Wochen geleistet haben. Wir haben mehr Spiele als Trainings gemacht.“

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Sorgenfalten treiben dem 50-Jährigen also nicht die Auftritte, sondern eher das Pensum seiner Spieler auf die Stirn. Auch Christopher Trimmel, der in Jena zur Pause eingewechselt wurde, bleibt nach nicht einmal drei Wochen Vorbereitungszeit gelassen. „Sorgen würde ich mir machen, wenn wir im Pokal in Braunschweig so auftreten“, lächelte der 39-Jährige. Er erinnerte an die Sommer-Vorbereitung der Vorsaison, als Union im Trainingslager gegen Zweitligist Fürth (0:1) und den damaligen Drittliga-Aufsteiger Schweinfurt (0:1) ebenfalls nicht gut aussah. „Da haben sich auch alle gefragt, ob wir das Zeug dazu haben, in der Bundesliga zu bestehen“, erinnerte Trimmel an die unerwarteten Pleiten.