Fußball-WM-Prognose : Darum ist Frankreich Favorit im Halbfinale gegen Spanien14.07.2026, 12:00Lesezeit: 2 Min.Mit Frankreich und Spanien spielen zwei der besten Teams im WM-Halbfinale gegeneinander. Die Unterschiede sind gering. In der F.A.Z.-Prognose wird aber klar, warum Kylian Mbappé und Co. vorn liegen.An diesem Dienstag (21.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, im ZDF und bei Magenta TV) treffen die Mannschaften wieder aufeinander, diesmal aber nicht in Deutschland, sondern in den USA. Im überdachten Stadion in Dallas streiten sie um die Finalteilnahme am Sonntag. Warum sollte Frankreich diesmal gewinnen? Und warum nicht wieder Spanien?Frankreich stand bei der WM 2018 (Sieg über Kroatien) und 2022 (Niederlage gegen Argentinien) im Endspiel, 2026 soll es schon zum dritten Mal in Serie klappen. Die Spanier sind zwar Europameister, bei der WM vor dreieinhalb Jahren aber schieden sie schon im Achtelfinale aus – im Elfmeterschießen gegen Marokko. Nun zählen die Mannschaften zu den besten dieser WM.Auch in der Weltrangliste zeigt sich, dass sie auf höchstem Niveau agieren: Frankreich ist Erster, Spanien liegt auf Platz drei. Der Zweite, Argentinien, und der Vierte, England, treffen im zweiten WM-Halbfinale aufeinander. Auch beim durchschnittlichen Marktwert der Spieler liegen die Franzosen vor den Spaniern, mit 58,46 Millionen Euro zu 46,92 Millionen Euro.So ergibt sich in der Prognose eine Siegwahrscheinlichkeit nach regulärer Spielzeit von 41,1 Prozent. Für Spanien sprechen 28,9 Prozent, für ein Remis nach 90 Minuten plus Nachspielzeiten demnach 30 Prozent. Sollte es so weit kommen, sind die Franzosen weiter favorisiert. In der Verlängerung oder im Elfmeterschießen sprechen 58,1 Prozent für sie, die Spanier liegen bei 41,9.Wer führt die WM-Prognose durch?Daniel Memmert, Mathematiker, Professor und geschäftsführender Institutsleiter am Institut für Trainingswissenschaft und Sportinformatik, kennt insbesondere auch die psychologischen Tücken von Vorhersagen und konnte in eigener Forschung belegen, dass sich Experten dabei regelmäßig überschätzen. Daher empfiehlt er, statt auf einzelne Expertenmeinungen lieber auf die Prognosen von datenbasierten Modellen zu vertrauen. Seine weiteren Arbeitsschwerpunkte liegen in der Bewegungswissenschaft (Kognition und Motorik), in der Sportpsychologie (Aufmerksamkeit und Motivation) sowie in der Sportinformatik (Big Data, ML, KI). Sein Institut kooperiert mit verschiedenen Fußball-Bundesligavereinen sowie Dax-Unternehmen und organisiert den ersten internationalen Weiterbildungs-Masterstudiengang „Spielanalyse“ sowie das Zertifikat „Sportdirektor im Amateur- und Nachwuchsleistungsfußball“.Fabian Wunderlich, Mathematiker, hat mehrere Jahre im Sportwetten-Bereich gearbeitet und an der Deutschen Sporthochschule Köln zum Thema Vorhersagemodelle im Sport promoviert. Seine primäre Expertise liegt in der Anwendung von mathematischen und informatischen Verfahren auf Sportdaten, und seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen Vorhersagemodelle, Sportwetten, Wettquoten sowie Zufallseinflüsse im Sportspiel.Gemeinsam haben sich beide in einem Übersichtsartikel mit Vorhersagemodellen im Sport befasst und in einer aktuellen Studie den hohen Zufallseinfluss im Fußball nachgewiesen, der letztendlich die Vorhersagen so schwierig macht. Darüber hinaus wissen sie, wie wichtig Wettquoten im Vorhersagebereich sind, und haben den Nutzen von Wettquoten für die Analyse von Leistungsstärken und in der Vorhersage von Fußballspielen untersucht. Weitere aktuelle Studien befassen sich mit der Frage, inwiefern Positionsdaten oder Social-Media-Daten Vorhersagemodelle für Fußballspiele verbessern können.
Fußball-WM 2026: Frankreich gegen Spanien – Prognose für Halbfinale
Mit Frankreich und Spanien spielen zwei der besten Teams im WM-Halbfinale gegeneinander. Die Unterschiede sind gering. In der F.A.Z.-Prognose wird aber klar, warum Kylian Mbappé und Co. vorn liegen.













