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Israel: Europäische Union hilft Gaza mit fast 900 Millionen Euro Die EU stellt viel Geld für den Wiederaufbau des Gazastreifens bereit. Derweil diskutiert Brüssel über Sanktionen gegen israelische Siedlungspolitik. Eine Lösung ist noch nicht in Sicht.

13.07.2026 - 15:03 Uhr Artikel anhörenKinder gehen mit Boxen für Frischwasser durch Chan Junis: Die Stadt im Süden des Gazastreifens steht seit 2007 unter der Kontrolle der Hamas. Foto: IMAGO/JNA PressDüsseldorf. Die EU-Kommission hat gemeinsam mit 15 Partnern eine Hilfsinitiative für den Gazastreifen im Umfang von etwa 884 Millionen Euro ins Leben gerufen. Die sogenannte „Team Gaza Initiative“ soll laufende und geplante Projekte zum Wiederaufbau und zugunsten der notleidenden Bevölkerung in dem vom Krieg zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas schwer zerstörten Palästinenser-Gebiet unterstützen, wie die Brüsseler Behörde mitteilt.Das Vorhaben wurde bei einem Treffen der Geberländer für die palästinensischen Gebiete in Brüssel gestartet. Neben der EU-Kommission beteiligen sich zwölf europäische Länder, Japan sowie die Weltbank und die Europäische Investitionsbank an der Initiative.Die humanitäre Lage im Gazastreifen ist weiterhin schlecht, die zivile Infrastruktur größtenteils zerstört. Israelische Streitkräfte besetzen fast 70 Prozent des Gebiets. Auch wenn die Waffenruhe zwischen Israel und der Terrormiliz Hamas brüchig ist, sind seit ihrem Beginn viele vertriebene Menschen in den Norden des Gazastreifens zurückgekehrt.EU-Importverbot für Westjordanland steht auf der KippeDie Europäische Union diskutiert ebenfalls heftig über den Umgang mit der israelischen Siedlungspolitik im Westjordanland. Die Mitgliedstaaten sind sich einig, dass sie völkerrechtswidrig ist, können sich bislang aber nicht auf weitreichende Sanktionen einigen.Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat sich am Montag dafür ausgesprochen, dass ein EU-Importverbot von Waren, die in israelischen Siedlungen im Westjordanland produziert wurden, nur mit Einstimmigkeit der EU-Mitgliedstaaten beschlossen werden kann.Die EU-Kommission habe deutlich gemacht, dass die Einstimmigkeit dafür erforderlich sei, „und diese Auffassung teilen wir“, sagte er beim Treffen der EU-Ressortchefs in Brüssel. Er erwarte, dass die israelische Regierung „hart und entschlossen“ gegen Gewalt von Siedlern vorgehe, betonte Wadephul zugleich. Er werde sich daher auf entsprechende Gespräche mit der israelischen Regierung konzentrieren.Schnelle Fortschritte bei der EU-Diskussion um Sanktionen sind derzeit eher unwahrscheinlich. Befürworter der Sanktionen – wie Spanien, Frankreich, Schweden, Belgien und Irland – müssen nun darauf setzen, dass die von Deutschland, der EU-Kommission und anderen Mitgliedsstaaten vertretene Position zur erforderlichen Einstimmigkeit infrage gestellt werden kann. dpa, rtr Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt