Der umstrittene Harvard-Professor Avi Loeb wurde von der US-Regierung zum Leiter eines Gremiums ernannt, welches das Weiße Haus und andere Regierungseinrichtungen bei der Aufklärung des UFO-Phänomens beraten soll. Das geht aus den Ausführungen auf der neuen Internetseite des UAP Science Advisory Council hervor. UAP steht hier für „Unidentified Anomalous Phenomena“. Demnach soll das Gremium der US-Regierung externe Expertise zur Verfügung stellen, Informationslücken identifizieren, Vorschläge zur Datenerhebung machen und Standardisierungen vorantreiben. Das klingt bürokratisch, für Aufsehen sorgt jetzt auch nur die Personalie an der Spitze: Der Astrophysiker Loeb hat viel von seinem Renommee verspielt, weil er hinter den unterschiedlichsten Funden intelligente Außerirdische vermutet.
Immer neue Veröffentlichungen
Die Einrichtung des UAPSAC ist jetzt eine weitere Folge des neuerlichen Interesses an UFO-Sichtungen in den USA. Ausgelöst haben das mehrere Medienberichte und Äußerungen von Donald Trump in seiner ersten Amtszeit als US-Präsident. Der hatte kurz vor seiner Abwahl Behörden angewiesen, dem US-Kongress über ihre Erkenntnisse zu UFO-Sichtungen zu berichten. Sein Vorgänger Barack Obama hatte das Interesse mit der Bemerkung befeuert, dass es Aufnahmen von Objekten gebe, „bei denen wir nicht wissen, was sie zeigen“. Hinweise, dass außerirdische Technik auch nur hinter einer der Sichtungen steckt, gibt es aber nicht. Am Leben gehalten wird die Debatte auch mit immer neuen Veröffentlichungen der US-Regierung, erst am Freitag hat das Pentagon wieder Dokumente und verrauschte Videos freigegeben.







