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Berlin ist die Stadt, über die alle reden – außer wenn gewählt wird: Die Klage, dass die Hauptstadt alles dominiert, gehört zum gewohnten Meckerkanon der Republik: Die Berliner Blase, die alles falsch einschätzt. Stadtteile wie Neukölln und Kreuzberg, deren Namen man in der Provinz nur erwähnen muss, um aufrechte Kleinstädter zum Gruseln zu bringen. Urbane Verwahrlosung, kaputte Verwaltung, Görli bis Berghain – dit is Berlin. Wirklich jeder hat ein Bild davon.
Dass die Hauptstadt dieser Tage mal wieder bundesweit ins Gerede gekommen ist, liegt auch diesmal daran, dass etwas nicht geklappt hat: nämlich die Kommunikation des Regierenden Bürgermeisters. Am Freitag hat Kai Wegner seinen Rückzug als Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl im September erklärt. Es stellte sich heraus, dass er zu Beginn des Stromausfalls in Teilen Berlins Anfang des Jahres nicht nur auf dem Tennisplatz stand, sondern obendrein gar nicht telefoniert habe, wie er bislang behauptete, sondern nur Textnachrichten verschickte. Für ihn soll nun Finanzsenator Stefan Evers in den Wahlkampf ziehen.








