Die türkischen Behörden gehen landesweit gegen Hunderte Personen mit mutmaßlichen Verbindungen zur Gülen-Bewegung vor. Die Razzia, bei der laut einer Mitteilung des Justizministeriums nach insgesamt 968 Verdächtigen gesucht wird, steht offenbar im Zusammenhang mit dem bevorstehenden zehnten Jahrestag des gescheiterten Militärputsches im Jahr 2016.
Justizminister Akın Gürlek und Innenminister Mustafa Çiftçi sprachen in einem gemeinsamen Beitrag auf X von einer »großen Säuberungskampagne«.Der Kampf gegen das »Netzwerk« des 2024 gestorbenen Predigers Fethullah Gülen, das Ankara als »Terrororganisation« und »parallele Staatsstruktur« bezeichnet, werde »mit derselben Entschlossenheit wie am ersten Tag« fortgesetzt, erklärten die Minister. Sie begründeten das Vorgehen damit, dass das »verräterische Netzwerk den Fortbestand unseres Staates bedroht«.
Putsch endete mit 250 TotenTeile des türkischen Militärs hatten am 15. Juli 2016 versucht, die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdoğan zu stürzen. Putschisten feuerten mit Panzern und Kampfjets auch auf Zivilisten, die sich ihnen nach einem Aufruf Erdoğans entgegenstellten. Erdoğan selbst entkam nur knapp einem Attentat an seinem Urlaubsort Marmaris.











