Stand: 13.07.2026 • 13:58 Uhr

Deutschland und weitere EU-Länder haben Russland für schwere Cyberangriffe auf staatliche Stellen verantwortlich gemacht. Berlin bestellte den russischen Botschafter ein, die EU reagierte mit neuen Sanktionen.

Deutschland und weitere EU-Staaten haben russische Geheimdienste für schwere Cyberangriffe gegen staatliche Stellen verantwortlich gemacht. Sie sollen dabei Sabotageakte gegen kritische Infrastruktur verübt haben und in Regierungsnetzwerke eingedrungen sein.

Auch Deutschland ist betroffen: Eine Cybereinheit des russischen Inlandgeheimdienstes FSB habe Angriffe gegen staatliche Stellen gerichtet, heißt es in einer von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas verbreiteten Erklärung im Auftrag der Mitgliedstaaten.

Kallas erklärte zudem, in Frankreich habe die FSB-Einheit seit 2010 Cyberspionage gegen strategisch wichtige staatliche Einrichtungen betrieben und 2025 die Verteidigungsindustrie ins Visier genommen. Erst kürzlich habe es zudem in Polen Sabotageakte gegen kritische Infrastruktur gegeben, darunter gegen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Betroffen gewesen seien unter anderem auch Zypern, die Niederlande, Österreich, die Slowakei, Rumänien und Finnland.