Knapp zwei Monate nach der ersten Ankunft eines an Ebola erkrankten US-Amerikaners ist ein zweiter mit dem Virus infizierter US-Bürger zur Behandlung nach Deutschland geflogen worden. Die Person sei in der Nacht auf dem Frankfurter Flughafen gelandet und dann in die Universitätsklinik der hessischen Stadt gefahren worden, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte zuvor mitgeteilt, dass ein US-Staatsbürger betroffen sei, der für eine humanitäre Organisation in der Demokratischen Republik Kongo arbeite. Die Person wurde demnach positiv auf die dort derzeit grassierende Bundibugyo-Variante des Virus getestet.Die Universitätsmedizin Frankfurt teilte am Morgen auf Anfrage mit, dass die Person »entsprechende Krankheitssymptome« aufweise. Der Transport sei reibungslos verlaufen, sagte Timo Wolf, Leiter der Sonderisolierstation für hochpathogene Infektionserreger. »Der Zustand der Person ist derzeit stabil.«

Keine Impfung, keine StandardtherapieEbolafieber ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus kann durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen werden. In der Demokratischen Republik Kongo in Zentralafrika, wo die beiden infizierten US-Bürger tätig waren, ist der jüngste Ebolaausbruch besonders schwer einzudämmen. Einer der Gründe: Für den grassierenden Bundibugyo-Typ gibt es bislang weder einen Impfstoff noch eine etablierte Therapie.