PfadnavigationHomePolitikAuslandWeltplus ArtikelRückläufige GeburtenrateDas alte Europa vergreist, das „bunte“ Europa kriegt KinderStand: 11:29 UhrLesedauer: 23 MinutenQuelle: Thomas Winz/Getty ImagesEin Mittel gegen die rückläufige Geburtenrate suchen Politiker bislang vergebens. Besuch in einer Stadt, die um ihr Fortbestehen kämpft – und in einer, die dem Trend trotzt, aber dabei ihre Identität zu verlieren droht.Von der schrillen Glocke abgesehen, ist es im Schulgebäude gespenstisch leise, selbst in den Pausen. Die kleinen Klassen sind kein Grund zur Freude, sondern Ausdruck eines Überlebenskampfes.Wenn man in den Gassen von Vilardevós Menschen trifft, dann sind es fast nur alte Menschen. Viele Häuser sind verlassen, an den Fassaden hängen Schilder: „Se vende.“ Zu verkaufen. Vilardevós wirkt wie aus der Zeit gefallen, ist aber richtungsweisend. Spanien, einst eine gefürchtete Weltmacht der Meere und heute immerhin noch ein relativ wohlhabendes Industrieland, vergreist.Was es auch gibt, sind Ausreißer. 1350 Kilometer nördlich vom galicischen Vilardevós liegt Luton. Die Stadt mit knapp einer Viertelmillion Einwohnern befindet sich eine halbe Zugstunde nördlich von London und hat eine Fertilitätsrate von 2,0 – nach Angaben der Stadtverwaltung der höchste Wert im Land. Der nationale Durchschnitt liegt bei 1,39. Lutons Stadtverwaltung hat WELT AM SONNTAG detaillierte Daten zur Verfügung gestellt. Eine Zahl, die sofort auffällt, ist das Alter der Mütter. Ein zweiter Unterschied ist die ethnische Zusammensetzung: Die Kinder der alteingesessenen Bevölkerung – also weiße Engländer – machen in den Klassenzimmern von Luton nur noch 13,7 Prozent aus.
Rückläufige Geburtenrate: Das alte Europa vergreist, das „bunte“ Europa kriegt Kinder - WELT
Ein Mittel gegen die rückläufige Geburtenrate suchen Politiker bislang vergebens. Besuch in einer Stadt, die um ihr Fortbestehen kämpft – und in einer, die dem Trend trotzt, aber dabei ihre Identität zu verlieren droht.








