Wer am Sonntag den 1. FC Union Berlin aus der Hauptstadt nach Jena begleiten wollte, brauchte einen ganz langen Atem. Zumindest diejenigen, die den Weg Richtung Thüringen auf der A9 angetreten hatten. Zwischen Weißenfels und Naumburg hatte es mehrere Unfälle mit zahlreichen Verletzten gegeben, eine Vollsperrung war der Fall. Das Testspiel zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und den Köpenickern musste eine halbe Stunde nach hinten verschoben werden, dass zumindest ein Großteil, der über 1.000 mitgereisten Berliner den Anpfiff auch tatsächlich im Stadion erleben konnte.

Es würde am Thema vorbeiführen, den Auftritt des Bundesligisten – auf der Anreise ebenfalls im Stau stehend – im ersten Durchgang mit den Vorkommnissen auf der Autobahn zu vergleichen, aber ganz unfallfrei war der Union-Auftritt beim Regionalligisten nicht. Die Offensive präsentierte sich über weite Strecken einfallslos, die Defensive stolperte immer wieder von einer Verlegenheit in die andere.

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Vor einer für ein Testspiel beachtlichen Kulisse von 7.015 Zuschauern merkte man den Gästen die schweren Beine nach den ersten beiden Vorbereitungswochen jedenfalls deutlich an. Elias Löder brachte Jena im ersten Durchgang in Führung (12.), Kevin Lankford erhöhte nach 83 Minuten zum 2:0-Endstand.