Tausende Liter Bier, Millimeterarbeit an der Scheibe: Darts ist vom Kneipen-Zeitvertreib zum Eventsport geworden, aber dabei Männersache geblieben.

N ähert man sich der Uber Arena in Berlin-Friedrichshain von der Warschauer Brücke aus, bildet sich rasch ein New-York-Gefühl: gläserne Hochhäuser, alles neu, alles schick und teuer. Vor der Arena steht ein karger Baum, Straßenmusikanten haben sich positioniert, die Dichte auffällig Kostümierter wird höher, je näher man dem Event kommt. Männer mit Dosenbier, feierndes Volk, lustige Verkleidungen – darunter auch Frauen, es wird noch mehr Englisch gesprochen als sonst in der Stadt. Es geht darum, dabei zu sein, es geht um Party.

Es ist der 26. März 2026, ein gewöhnlicher Donnerstagabend. In der Uber Arena findet der 8. Spieltag der PDC Premier League statt. „PDC“ steht für Professional Darts Corporation, es geht also um Darts, einem seit zehn, fünfzehn Jahren auch hierzulande boomenden ehemaligen Kneipensport, der inzwischen in den großen Hallen angekommen ist.

In der Premier League spielen die acht Besten des Sports, lauter Männer, bestimmt über die Weltrangliste oder vom Verband nominiert. Der sportliche Aspekt ist schnell umrissen: In einem kleinen K.-o.-Runden-Format wird der Sieger des Spieltags ermittelt, insgesamt tourt das Ding durch 16 Städte, die meisten liegen in Großbritannien. Berlin ist seit 2025 dabei und wird es 2027 wieder sein. Das Spielerfeld ist noch britischer: Lediglich zwei Niederländer stehen sechs Briten gegenüber. Am Ende spielen die besten vier am 17. Spieltag den Gesamtsieger aus.