Desinformation auf Social Media: Die Posts haben inhaltlich alle in etwa dieselbe Struktur
Man kann bei russischer Propaganda nie klar sagen, wie gut sie wirklich funktioniert. Es gibt sogar Anzeichen, dass ihr Einfluss mindestens begrenzt ist: Sowohl in Moldau als auch in Ungarn setzten sich russische Botnetze und Propagandisten in den sozialen Medien massiv für Kandidaten ein , die am Ende doch verloren haben – für Viktor Orbán in Ungarn und Alexandr Stoianoglo von der Sozialistischen Partei des prorussischen Ex-Präsidenten Igor Dodon in Moldau.
Was russische Propaganda aber in jedem Fall leistet: Sie macht deutlich, was Moskau will. In Deutschland ist das offenkundig, dass die AfD bei den in diesem Jahr anstehenden Wahlen möglichst viele Stimmen bekommt. Putins Botnetze feuern aus allen Rohren, und aktuell gegen alle Parteien – außer den Putin-Freunden von AfD und BSW.Propaganda nach BaukastensystemDie breit angelegte Kampagne wirkt wie eine Mischung aus Baukasten und künstlicher Intelligenz. Die Posts haben inhaltlich alle in etwa dieselbe Struktur. Eine Politikerin oder ein Politiker, stets namentlich genannt, der Linken oder der Grünen, der SPD, der CDU oder der FDP hat angeblich: Sexpartys besucht oder mithilfe von Altersheimen Geldwäsche betrieben oder Angriffe auf politische Gegner organisiert oder ein Verbot von Klimaanlagen und Ventilatoren gefordert oder sexuellen Missbrauch verschleiert oder die E-Mails des politischen Gegners gehackt, von einem Autokonzern Millionen für Lobbyarbeit kassiert oder eine Schmierkampagne gegen Umweltaktivisten organisiert, Deepfake-Pornografie mit den Gesichtern politischer Gegner verbreitet, eine illegale Jagd organisiert, den eigenen Ehepartner mit psychoaktiven Substanzen vergiftet und so eine Psychose ausgelöst oder auch für Tierheime gedachtes Geld veruntreut.









