Performance über Erschöpfung: Er kriegt den Klumpen nicht von der Bühne

In Sebastian Zubers Performance „Honeymoon“ wird Ton zum Symbol für psychische und physische Belastungen. Zu sehen war sie beim Berliner Festival b12.

Zähe Angelegenheit: In seiner Performance „Honeymoon“ kämpft Sebastian Zuber gegen einen Klumpen Ton

Nora Steffen

Ein Haufen Ton als Hauptakteur, der in der Mitte der Bühne thront und nicht wegzubewegen ist, egal mit welcher Kraft und mit wie vielen Tritten. Der Ton als Symbol für das Gewicht der Welt, das manchmal auf den eigenen Schultern zu lasten scheint und nicht aufstehen lässt, nach unten zieht und festhält. Und wie schwer es ist, sich von dieser Last zu befreien, zeigt metaphorisch gelungen ein Kampf zwischen Ton und Tänzer.