Sind Sie auch im Gurken-Game? Oder im Tomaten-Fieber? Bei mir fing es ganz unverfänglich an, und hätte mir noch vor ein paar Jahren jemand gesagt, mit welch aggressiver Attitüde Gemüsegärtner bisweilen unterwegs sind, ich hätte es nicht geglaubt.Aber fangen wir von vorn an. Alles begann auf einer dieser Pflanzentauschbörsen in Berlin. In einer Kleingartenanlage am nördlichen Stadtrand mickerte auf einer hölzernen Bierbank noch ein verbliebenes Tomatenpflänzchen vor sich hin. Es tat mir leid und ich kaufte es einer Hobbyzüchterin mit schlecht sitzender Dauerwelle und noch schlechter sitzenden Radlerhosen für schmales Geld ab.
Was in den Folgewochen geschah, hätte ich nie für möglich gehalten. Aus einem traurigen Gebilde mit drei Blättchen wurde mit verhältnismäßig wenig Aufwand eine wuchernde Dschungelpflanze, die über und über mit Tomaten vollhing. Das einzige Problem: An der Unterseite der Früchte hatten sich braune Flecken gebildet.
Ich machte nun den ersten Fehler im Gemüse-Game und fragte in meinem Bekanntenkreis herum. Es gibt gerade am Berliner Stadtrand sehr viele Kleingärtner und Hobbyzüchter, denen nichts Grünes fremd ist, die jede Pflanzenkrankheit kennen und auch sonst alles wissen.










