PfadnavigationHomeSportTennisWimbledon„Ich versuche, auf zehn Stunden Schlaf zu kommen“ – So bereitet sich Zverev auf das Finale vorVon Sebastian KayserStand: 11:33 UhrLesedauer: 3 MinutenTennisprofi Alexander Zverev ist zum ersten Mal in das Endspiel in Wimbledon eingezogen. Der French-Open-Sieger aus Hamburg gewann sein Halbfinale gegen den britischen Außenseiter Arthur Fery mit 7:6, 6:2, 6:4.Alles soll stimmen vor dem Endspiel. Alexander Zverev schläft lange, trainiert hart, isst ungern und feilt mit seinem Team an jedem Ballwechsel. Im Wimbledon-Finale wartet Jannik Sinner – im Spiel um den ersten deutschen Titel seit Michael Stich.Es kann erneut ein großer Tag für Alexander Zverev werden und für das deutsche Tennis insgesamt. Um 17 Uhr (live bei Amazon Prime und WELT-Liveticker) tritt der French-Open-Sieger im Finale von Wimbledon gegen den Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner an. Seit 13 Grand-Slam-Matches ist der Hamburger ungeschlagen, kann nun beim zweiten Major-Turnier in Folge den Titel gewinnen. Zudem wäre er der erste deutsche Mann seit Michael Stich 1991, der an der Church Road den Titel holt.Zverev und seine Entourage haben wie alle Top-Stars ein Haus gemietet, mit Garten, nicht weit weg vom All England Lawn Tennis & Croquet Club. Da sind alle in familiärer Atmosphäre zusammen, da findet Zverev Ruhe und hat alle um sich herum, wenn er sie braucht. Wie aber sehen die Stunden bis zum Finale genau aus?Der Sonnabend begann mit Ausschlafen. „10 Uhr oder 10.30 Uhr stehe ich auf, Frühstück um 11 Uhr“, beschreibt der Olympiasieger von 2021 seinen Vormittag. Auf der Anlage von Wimbledon, auf der sich auch der Aorangi Trainingspark befindet, ist er dann relativ schnell. Zwar ist ab 13 Uhr der Platz fürs Training reserviert, aber davor gibt es noch die Erwärmung oder besser gesagt, die körperliche Vorbereitung auf die Übungseinheit, denn bei den Temperaturen um die 30 Grad ist die Erwärmung bei vielen Sportlern weniger intensiv, wird aber natürlich dennoch gemacht.Videosichtung von Sinners SpielenEineinhalb bis zwei Stunden trainiert er immer, dann gibt es um 15.30 Uhr Mittagessen, fünf Stunden später Abendessen. Dazwischen Mittagsschlaf, Spielen mit dem Neffen oder mit den Hunden rausgehen. Die Gegneranalyse läuft da längst auf Hochtouren. Über Sinner weiß Zverev im Grunde alles. Dennoch werden Videos gesichtet, um vielleicht doch noch etwas zu finden, wo der Überflieger verwundbar ist. „Ich schaue mir noch Spiele an, aber auch mein Team wird mir dann noch das Notwendige sagen, was mir noch helfen kann.“Und dann ist schon wieder Schlafenszeit. „Ich versuche, immer auf zehn Stunden Schlaf zu kommen“, so die Nummer drei der Welt, die ab Montag wieder auf Platz zwei steht. Wenn Freundin Sophia Thomalla bei Turnieren dabei ist, ist sie es, die das Essen zubereitet. In Wimbledon ist Mutter Irina für alle da. Sie hält sich im Hintergrund, schaut sich nach wie vor keine Spiele ihres Sohnes live an. Sie sei viel zu nervös.Zverev: „Man muss mich zum Essen zwingen“Das Essen muss sich mit seiner Diabeteserkrankung vertragen. Aber generell ist Nahrungsaufnahme für ihn nur Mittel zum Zweck. Vor Jahren sagte er mal in einem TV-Interview mit Johannes B. Kerner: „Für mich ist Essen Zeitverschwendung. Wenn man mir eine Pille geben könnte, und ich müsste nie wieder essen – ich würde sie nehmen. Ich bin kein schlechter Esser, aber ich esse unfassbar wenig. Man muss mich zum Essen zwingen.“Lesen Sie auchDas hat auch seine Vorteile. Mit Übergewicht aus dem Urlaub zurückkommen, ist bei Zverev ausgeschlossen. „Ich genieße im Urlaub nicht das Essen. Ich bin keiner, der im Urlaub sagt: Boah, geil schlemmen. Ich bin so einer, der aus dem Urlaub zwei Kilo leichter zurückkommt.“ Dafür kommt er vom Arbeitsplatz Wimbledon mit einer neuen Trophäe zurück, wenn auch nur einer kleineren Kopie des Originals. Ob es die für den Sieger oder den Unterlegenen ist, wird er Sonntagabend wissen.Lesen Sie auchAm Finaltag selbst wird alles ähnlich laufen. Das Frühstück mit der Familie, das dann natürlich viel kürzere Training, das sein Einspielen auf den großen Auftritt ist. Alles findet etwa eine Stunde früher statt als am Sonnabend. Nur eine Sache wird eventuell anders sein. Gibt es von Sonntag auf Montag keine zehn Stunden Schlaf, spräche das für eine lange Titelparty-Nacht.
Wimbledon 2026: „Essen ist Zeitverschwendung“ – so bereitet sich Zverev aufs Finale vor - WELT
Alles soll stimmen vor dem Endspiel. Alexander Zverev schläft lange, trainiert hart, isst ungern und feilt mit seinem Team an jedem Ballwechsel. Im Wimbledon-Finale wartet Jannik Sinner – im Spiel um den ersten deutschen Titel seit Michael Stich.














