Das nennt man wohl den Vorführeffekt: Kurz bevor der Wetterballon um Punkt 12.45 Uhr am Standort des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in die Luft gehen soll, hakt die Technik. Chef Alrik Selle klettert wieder raus aus der aufgeständerten großen Tonne, in der der Ballon automatisch mit Helium befüllt wird, und runter von der auf dem Dach des schmucklosen Gebäudes stehenden Bühne. Der 45-Jährige ruft bei einem seiner Kollegen an und erfährt, dass die Radiosonde nicht in Ordnung ist und deswegen ein anderer Ballon von dem computergesteuerten Rondell in dem daneben befindlichen kleinen Raum hinausgeschoben wird.