Diese Wochen machen wir zum Auftakt des Newsletters einen Ausflug nach Polen. Jan Puhl aus dem SPIEGEL-Auslandsressort, nimmt uns mit nach Katowice, eine Stadt im Süden Polens, die in der Vergangenheit eher für rauchende Schlote, schlechte Luft und rußige Backsteinfassaden stand. Jetzt steht Katowice für Wandel, Hoffnung und ein neues Polen. Nur noch eine Zeche ist in Betrieb, dort sind rund 3200 Menschen angestellt, bei einer Gesamtbevölkerung von knapp 280.000. Doch die Wirtschaft blüht auch jenseits des Bergbaus. Das Katowice des Jahres 2026 kennt praktisch keine Arbeitslosigkeit, schreibt Jan. Auf seinem Weg durch die Stadt sieht er viel Grün, Radwege und eine neue Mittelschicht, die ihr Leben zwischen renovierten brutalistischen Plattenbauten und hippen Cafés genießt.
Kasia Piechowicz' Eltern waren noch richtige Bergleute. Unserem Reporter erzählt die Fotografin, warum sie die Stadt liebt und hier lebt, obwohl sie überall arbeiten könnte. »Katowice ist derzeit einer der interessantesten Orte in Polen, nicht so eitel wie Warschau, nicht so angestrengt wie Krakau.«In Umfragen wird Katowice zu den lebenswertesten Städten des Landes gezählt, auch weil die Verantwortlichen in Kultur investierten. Auf öffentliches Grün setzten, um die Luftqualität zu verbessern und die Infrastruktur, auch mit EU-Hilfen, aufbauten.







