PfadnavigationHomeSportFußball„Widerwärtig“Affenlaute gegen Cottbus-Spieler – Rassismus-Eklat überschattet TestspielStand: 04:28 UhrLesedauer: 2 MinutenKing Manu (rotes Trikot) beim Testspiel im Zweikampf – er wurde rassistisch beleidigtQuelle: picture alliance/Fotostand/WeilandEin Testspiel des Zweitligisten Energie Cottbus wird von einem rassistischen Vorfall überschattet. Spieler King Manu wird mit Affenlauten bedacht und verbal beleidigt. Die Partie wird abgebrochen.Nach einem rassistischen Vorfall ist ein Testspiel von Zweitliga-Aufsteiger Energie Cottbus gegen Regionalligist Hallescher FC in Finsterwalde abgebrochen worden. Energie-Profi King Manu war in der 102. Minute der über zwei Stunden angesetzten Begegnung von halleschen Fans mit Affenlauten und verbal beleidigt worden. Er wehrte sich lautstark gegen die Beleidigungen. Die sofort aufmarschierende Polizei machte zwei HFC-Anhänger ausfindig und brachte sie aus dem Stadion. Die Veranstalter entschieden währenddessen, die Partie aus Sicherheitsgründen abzubrechen.„Es gab schon in der ersten Halbzeit Beleidigungen, aber das war noch normaler Fußball-Trashtalk. Aber wenn King Manu mit Affengeräuschen belegt wird und man ruft, er solle Bananen fressen gehen. Dann ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Das gehört weder in den Sport noch in die Gesellschaft. Da muss ein Zeichen gesetzt werden“, sagte Cottbus‘ Präsident Sebastian Lemke.Zum Abbruch des Spiels ergänzte er: „Leider war uns klar, dass wir so handeln würden. Wir hatten bereits einen Vorfall in der 3. Liga bei 1860 München gegen Justin Butler. Damals hatten wir angeboten, das Spiel abzubrechen. Damals griff der Drei-Stufen-Plan des DFB. Wenn wir selbst die Möglichkeit haben, ein Spiel zu beenden, tun wir es.“Cottbus und Halle verurteilen VorkommnisseIn einer gemeinsamen Erklärung verurteilten beide Vereine die Vorkommnisse: „Das heutige Testspiel zwischen dem FC Energie Cottbus und dem Halleschen FC wurde aufgrund eines rassistischen Vorfalls gegen einen Spieler von Energie Cottbus abgebrochen. Für Rassismus und Diskriminierung gibt es in beiden Vereinen keinen Platz, weder auf dem Spielfeld noch auf den Rängen!“ Manu sei „in einer widerwärtigen, nicht zu tolerierenden und klar rassistischen Art und Weise beleidigt und diffamiert“ worden, hieß es auf der Webseite des Zweitligisten. Halle schrieb unter anderem: „Gemeinsam mit den zuständigen Behörden werden wir nun alles daransetzen, die verantwortlichen Personen zu identifizieren, um vereinsrechtliche Möglichkeiten auszuschöpfen und konsequente Maßnahmen ergreifen.“Lesen Sie auchCottbus führte in einer von Beginn an aufgeheizten Partie vor 3016 Zuschauern durch Tore von Moritz Hannemann (55.) und Yusuf Wardak (62.) mit 2:0. Nach der Partie reiste Energie ins Trainingslager ins österreichische Oberndorf in Tirol.luwi mit dpa