Ein rassistischer Vorfall hat das Testspiel zwischen Zweitliga-Aufsteiger Energie Cottbus und dem Regionalligisten Hallescher FC überschattet und letztlich zum Abbruch der Begegnung geführt. Die Partie in Finsterwalde wurde am Sonnabend beim Stand von 2:0 für Energie rund 20 Minuten vor dem regulären Ende beendet, nachdem Innenverteidiger King Manu aus dem Bereich der Hallenser Fans rassistisch beleidigt worden sein soll.Nach Angaben des Vereins war der 24-Jährige in der 102. Minute der auf zweimal 60 Minuten angesetzten Partie mit Affenlauten sowie weiteren rassistischen Äußerungen beleidigt worden. Energie-Präsident Sebastian Lemke erklärte gegenüber mehreren Medien, Manu sei unter anderem mit den Worten beleidigt worden, er solle „Bananen fressen gehen“. Der Abwehrspieler reagierte unmittelbar auf die Vorfälle und machte gemeinsam mit seinem Teamkollegen Anderson Lucoqui den Schiedsrichter darauf aufmerksam.
Aufgeheizte Atmosphäre während des Spiels
Zuvor war die Begegnung bereits von einer aufgeheizten Atmosphäre geprägt. Nach einem harten Foul des früheren Cottbusers Robert Berger an Justin Butler war es zu einer Rudelbildung gekommen. Die rassistischen Beleidigungen sollen jedoch erst im Anschluss aus dem Hallenser Zuschauerblock erfolgt sein.Die Polizei griff umgehend ein, identifizierte zwei HFC-Anhänger und führte sie aus dem Stadion. Währenddessen entschieden die Verantwortlichen beider Vereine, die Partie aus Sicherheitsgründen nicht fortzusetzen.






