PfadnavigationHomePanoramaPolizei stürmte GebäudeGeiselnahme in Berliner Supermarkt – jetzt werden neue Details zum Täter bekanntVeröffentlicht am 11.07.2026Lesedauer: 3 MinutenNach über elf Stunden ist die Geiselnahme in einem Berliner Supermarkt beendet. Die Polizei befreite die Geisel und nahm den Täter mit einem Taser fest. „Priorität hatte immer die Rettung des Lebens der festgehaltenen Person“, sagt Florian Nath, Pressesprecher der Polizei im Gespräch mit Max Hermes.Nach der Geiselnahme in einem Supermarkt im Berliner Stadtteil Marienfelde werden neue Details über den Täter bekannt. Er hatte über Nacht mehrere Stunden lang eine Frau in seiner Gewalt.Der Nervenkrieg dauerte mehr als elf Stunden – dann erfolgte der Zugriff. Schwer bewaffnete Spezialeinsatzkräfte der Polizei stürmten am Samstagmorgen gegen 9.20 Uhr einen Supermarkt im Süden Berlins. „Der Täter ist überwältigt und die Geisel befreit“, sagte Polizeisprecher Florian Nath wenig später. Nach ersten Angaben des Sprechers steht die Frau, laut Polizei eine Angestellte des Geschäfts, unter Schock. Ansonsten soll sie unverletzt sein.Der Täter konnte mithilfe eines Elektroschockers, eines sogenannten Tasers, außer Gefecht gesetzt werden. Er wurde zur Identifizierung in eine Gefangenensammelstelle gebracht.Mittlerweile gibt es erste Erkenntnisse über den Täter. Wie „Bild“ und der rbb unter Berufung auf einen Sprecher der Staatsanwaltschaft berichten, handelt es sich bei dem Geiselnehmer um einen 29-jährigen Mann mit türkischer Staatsbürgerschaft. Er soll polizeibekannt sein. Der Mann hatte am Freitag kurz nach 22 Uhr eine Frau in seine Gewalt gebracht und sie bedroht. Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Der Polizei zufolge habe der Mann unterschiedliche Forderungen gestellt. Was er genau wollte, wird derzeit noch ermittelt. Gegenüber dem rbb teilte Polizeisprecher Nath mit: „Das waren Impulsforderungen, die sich im schwer nachvollziehbaren Bereich abgespielt haben.“ Sie hätten keinen „akribischen Tatplan widergespiegelt“.Die Polizei betonte, dass für Anwohner keine Gefahr bestanden habe. Lesen Sie auchAm Morgen war der Supermarkt großräumig abgesperrt, zahlreiche Polizeifahrzeuge, Rettungswagen waren die Feuerwehr vor Ort. Einem „Bild“-Bericht zufolge waren auf einem Dach Scharfschützen positioniert. Hinter der Absperrung, mit Blick auf den Markt, harrten einige Angestellte des Supermarkts aus. Sie hatten dünne Stoffdecken umgelegt, die ihnen der Rettungsdienst bereitgestellt hatte. Nach dpa-Informationen befanden sie sich zum Zeitpunkt des Vorfalls im Laden. Laut „Bild“ sollen die Augenzeugen durch das Landeskriminalamt befragt werden.„Das Messer war schon sehr groß“, sagte ein MitarbeiterEin Mitarbeiter des Supermarkts hatte geschildert, wie er die seit Stunden andauernde Geiselnahme miterlebt hat. „Ich bin geschockt“, sagte ein Mitarbeiter des Supermarkts zu mehreren Journalisten. Seinen Schilderungen zufolge war der Supermarkt am Freitagabend kurz vor der Schließung. Er habe die übrigen Kunden rausschicken wollen, als ein Mann ein Messer gezogen habe. „Das Messer war schon sehr groß“, berichtete der 22-Jährige.Er arbeite als Minijobber in der Filiale. „Ich habe nicht viel gesehen, es ist alles sehr schnell passiert. Man konnte auch nicht viel erkennen.“ Das „funkelnde Messer“ habe er aber gesehen. Er sei dann mit einer anderen Mitarbeiterin rausgelaufen und habe die Polizei gerufen. In der Nacht waren die Straßen rund um den Tatort nahezu menschenleer. Nur vereinzelte Passanten waren unterwegs. Neben dem Supermarkt befindet sich eine Tankstelle.Der Supermarkt befindet sich in der Hildburghauser Straße an der Ecke zum Tirschenreuther Ring in Marienfelde – einem Stadtteil im Bezirk Tempelhof-Schöneberg am südlichen Rand Berlins. Es handelt sich um einen Rewe-Markt in einer ruhigen Wohngegend, geprägt von Einfamilienhäusern und mehrstöckigen Wohnbauten. In der Gegend befinden sich mehrere Schulen und Kindertagesstätten.AFP/dpa/luwi/jm/lay
Berlin: Geiselnahme in Supermarkt – jetzt werden neue Details zum Täter bekannt - WELT
Nach der Geiselnahme in einem Supermarkt im Berliner Stadtteil Marienfelde werden neue Details über den Täter bekannt. Er hatte über Nacht mehrere Stunden lang eine Frau in seiner Gewalt.













