Stand: 11.07.2026 • 15:42 Uhr
In Südafrika sorgt ein Gerichtsurteil für heftige Debatten über den Artenschutz: Ein privater Nashornzüchter darf unter bestimmten Auflagen die Hörner seiner Tiere ins Ausland verkaufen. Naturschützer sind entsetzt.
"Der Schutz von Nashörnern ist extrem teuer, wir beschäftigen mehr als 50 Mitarbeiter", sagt Wicus Diedericks, der die Sache ins Rollen gebracht hat. "Wir haben Ausgaben für Sicherheit, Tierärzte, Futter und vieles mehr. Wir bekommen kein Geld vom Staat. Durch den internationalen Verkauf von Nashornhorn könnten wir Einnahmen erzielen, um unsere Tiere zu schützen." Auf Diedericks' Farm "Rockwood Conservation" leben rund 430 Breitmaulnashörner.
Schon lange will der Rhino-Züchter die Hörner seiner Tiere ins Ausland verkaufen. Sein Antrag auf eine Exportgenehmigung war von Südafrikas Regierung allerdings abgelehnt worden - zu Unrecht, wie das Höchste Gericht der Provinz Northern Cape entschieden hat. Im Urteil heißt es, die Ausfuhr von Nashorn-Hörnern sei unter bestimmten Auflagen erlaubt: Nämlich dann, wenn die Tiere auf zertifizierten Höfen leben, die dem Schutz der bedrohten Art dienen und nicht nur dem Geschäft.
Einspruch gegen Urteil abgewiesen






