Radfahren am Sommermorgen: Um 5.30 Uhr auf dem Elsterradweg
Wer zu unchristlicher Uhrzeit auf dem Fahrrad unterwegs ist, sieht die Welt neu: Lianen in Leipzig, Bienen im Birnbaum und ziellose Zeit überall.
Illustration:
Donata Kindesperk / taz
D as ist der Amazonas Sachsens“, denke ich, während ich die dicht aneinandergereihten Bäume am anderen Ufer der Weißen Elster betrachte. Mir scheint sogar, als würde ich in der dunkelgrünen Masse Lianen hängen sehen, und es erinnert mich an eine Fahrt, die ich tatsächlich in Brasilien mit einem Boot und Blick auf den Dschungel machte. Aber vielleicht ist es die frühe Stunde, die meine Fantasie in eine träumerische Richtung lenkt.






