Schullektüre im Unterricht: Wolf statt Vorstadtkrokodile
An vielen Schulen werden vor allem Klassiker gelesen. Dabei könnten sie auch zu modernen Jugendbüchern greifen – wie eine Gemeinschaftsschule in Tübingen.
Das großen Wolfsfest: mit Ausstellungen, Installationen, musikalischen Beiträgen, alles gestaltet von den Schüler:innen
Johannes Simon/SZ Photo/picture alliance
Die Lieferung der neuen Schullektüren kam mit einem Lastwagen. 1.650 Exemplare des preisgekrönten Jugendbuches „Wolf“ von Saša Stanišić hatte ein Lehrer der Geschwister-Scholl-Schule in Tübingen beim örtlichen Buchhandel bestellt. Dahinter steckt kein fataler Zahlendreher, sondern das Projekt „Eine Schule liest ein Buch“. Eine inzwischen pensionierte Deutschkollegin hatte das Buch über Mobbing und Freundschaft gelesen und die fixe Idee mit ins Lehrerzimmer gebracht. Ein zehnköpfiges Team machte daraus ein Konzept: Ein Schuljahr lang liest nun jede Schülerin und jeder Schüler der Tübinger Schule das Buch, von Klasse 5 bis zur Oberstufe und in allen Fächern.







