Robert Habecks Wechsel in die Privatwirtschaft sorgt für scharfe Kritik. Die Organisation Lobbycontrol sieht durch den neuen Job des früheren Bundeswirtschaftsministers für die Grünen das Vertrauen in die Politik gefährdet. Ausgerechnet Habecks Rolle bei der Förderung von Wärmepumpen könne nun Zweifel an seinen damaligen Motiven wecken.„Plötzlich steht die Frage im Mittelpunkt, ob Robert Habeck sich womöglich nicht nur aus politischer Überzeugung für die Förderung von Wärmepumpen eingesetzt haben könnte“, sagte Lobbycontrol-Experte Aurel Eschmann der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Ein solcher Wechsel könne das Vertrauen in politische Entscheidungen beschädigen.

Wärmepumpen: Lobbycontrol sieht Problem bei Habecks Wechsel in die Wirtschaft

Anlass ist Habecks angekündigter Wechsel zur dänischen Investmentgesellschaft Urban Partners. Der frühere Vizekanzler soll dort ab 1. August als Senior Advisor tätig werden. Zu den Gesellschaftern des Unternehmens gehört die Viessmann Generations Group mit Sitz in Battenberg (Eder) in Hessen. Das Familienunternehmen entstand nach dem milliardenschweren Verkauf des Heizungs- und Wärmepumpengeschäfts von Viessmann an den US-Konzern Carrier im Jahr 2023.