Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf russische Schiffe im Asowschen Meer ist nach russischen Angaben am Samstag ein Seemann getötet worden. Der Gouverneur der südrussischen Region Rostow, Juri Sljusar, teilte auf der Plattform Telegram mit, in der Nacht zum Samstag seien vier zivile Schiffe in der Bucht von Taganrog angegriffen worden, darunter ein Methanoltanker. Die Schiffe hätten nur geringe Schäden erlitten, eine Gefahr durch auslaufendes Methanol bestehe nicht.
Der ukrainische Generalstab erklärte seinerseits auf Facebook, die Streitkräfte hätten in der Nacht 21 Tanker, vier Schlepper und zwei Frachtschiffe der russischen Flotte im Asowschen Meer getroffen. Ziel sei es gewesen, das „militärisch-wirtschaftliche Potenzial des russischen Aggressors“ zu schwächen. Die Tanker würden genutzt, „um Öl und Ölprodukte unter Umgehung internationaler Sanktionen zu transportieren“, hieß es in der Mitteilung. Die Angaben beider Seiten ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
Schifffahrt in Meerengen ausgesetzt
Nach vorherigen Angriffen hatte Russland am Freitag laut der Nachrichtenagentur Reuters die Schifffahrt durch den Don-Asow-Kanal vorübergehend ausgesetzt. Auch Durchfahrten durch die Straße von Kertsch, die das Asowsche Meer mit dem Schwarzen Meer verbindet, würden seit Freitagabend nicht mehr genehmigt, berichtete Reuters unter Berufung auf Branchenkreise. Ein Zeitpunkt für die Wiederaufnahme wurde nicht genannt.












