Vor der erweiterten Zulassung registrierten die US-Giftnotrufzentralen jährlich zwischen 1000 und 1500 Fälle im Zusammenhang mit sogenannten GLP-1-Rezeptoragonisten, zu denen auch Semaglutid gehört. Ab Mitte 2021 verdoppelte sich diese Zahl nahezu: Bis 2023 verzeichneten die Zentralen mehr als 8000 entsprechende Anrufe. Die häufigsten Beschwerden waren Übelkeit (30,7 Prozent) und Erbrechen (28,5 Prozent).
Betroffene werden jünger und weiblicherDie US-Daten zeigen unterdessen, wie sich die erfassten Fälle seit der erweiterten Zulassung verändert haben: Das Alter ist von 57 Jahren auf 51,6 Jahre gesunken, der Anteil der Frauen von 68,9 Prozent auf 78,2 Prozent angestiegen.Hinter den meisten Fällen steckt laut der Studie kein absichtlicher Missbrauch, sondern versehentliche Dosierungsfehler. Zwei Pannen treten demnach besonders häufig auf: Patientinnen und Patienten spritzten sich das Mittel täglich – vorgesehen ist eine Spritze pro Woche – oder starteten mit der höchsten Dosis, statt die Menge langsam zu steigern.








