In Frankreich herrscht heftige Hitze. Die Regierung setzt deshalb einen Notfallplan in Gang.Der Plan, den es »in der Vergangenheit nicht gab«, sieht unter anderem die Einrichtung von Abkühlungszentren für gefährdete Menschen vor, wie Regierungssprecherin Maud Bregeon im Sender TF1 ankündigte . Dazu gehörten vor allem ältere Menschen, aber auch Obdachlose. Das Büro des Premierministers Sébastien Lecornu bestätigte den Start der Maßnahme.
Der Plan gilt Bregeons Angaben zufolge für Départements mit der höchsten Hitzewarnstufe. Aktuell betrifft dies laut dem französischen Wetterdienst Météo-France neun Départements im Westen Frankreichs. Am Samstag weitet sich das Gebiet aus, dann gilt auch für den Großraum Paris die Alarmstufe Rot. Es werden Temperaturen bis an die 40-Grad-Marke erwartet.In den klimatisierten Zentren könnten sich die Menschen für einige Stunden aufhalten oder auch übernachten, erklärte der Direktor des französischen Zivilschutzes, Julien Marion, gegenüber dem Sender BFMTV .
2000 Tote mehr innerhalb einer WocheAllein im Juni waren während der Hitzewelle innerhalb einer Woche landesweit gut 2000 Menschen mehr gestorben als in der Vorwoche. Die Behörden gehen davon aus, dass die Bilanz am Ende noch deutlich höher ausfällt.Es ist bereits die dritte extreme Hitzephase innerhalb von zwei Monaten, die das Nachbarland Deutschlands trifft. Sie soll laut Météo-France bis mindestens Mitte nächster Woche andauern.








