PfadnavigationHomePolitikAuslandAlarmstufe rotFrankreich aktiviert erstmals neuen Notfallplan wegen extremer HitzeStand: 16:44 UhrLesedauer: 2 MinutenIn Nizza laufen Menschen während einer Hitzewelle an der französischen Riviera unter Sprinklern eine Straße entlangQuelle: Valery Hache/AFP/dpaFrankreich erlebt bereits die dritte Hitzewelle in diesem Jahr. Während Waldbrände den Süden des Landes verwüsten, ruft die Regierung einen nie dagewesenen Schutzplan für besonders gefährdete Personen aus.Angesichts der heftigen Hitzewelle hat die französische Regierung einen bisher einmaligen Notfallplan für Hitze in Gang gesetzt. Der Plan, den es „in der Vergangenheit nicht gab“, sieht unter anderem die Einrichtung von Abkühlungszentren für gefährdete Menschen vor, wie die Regierungssprecherin Maud Bregeon im Sender TF1 ankündigte. Dazu gehörten vor allem ältere Menschen, aber auch etwa Obdachlose. Das Büro des Premierministers Sébastien Lecornu bestätigte den Start der Maßnahme.Der Plan gilt Bregeons Angaben zufolge für Départements mit der höchsten Hitzewarnstufe. Aktuell betrifft dies laut dem französischen Wetterdienst Météo France neun Départements im Westen Frankreichs. Am Samstag weitet sich das Gebiet auf insgesamt 24 Départements aus, wie „Le Monde“ berichtet. Dann gilt auch für den Großraum Paris die Alarmstufe rot. Temperaturen, die bis an die 40-Grad-Marke heranreichen, werden erwartet.In den klimatisierten Zentren könnten sich die Menschen für einige Stunden aufhalten oder auch übernachten, erklärte der Direktor des französischen Zivilschutzes, Julien Marion, gegenüber dem Sender BFMTV. Die Umsetzung fällt in die Zuständigkeit der Präfekturen, wo bestimmte vulnerable Gruppen bereits erfasst sind. Auf Grundlage dieser Register sollen die Betroffenen aufgesucht werden und auf das Angebot hingewiesen werden.Lesen Sie auchWie lange sich die Personen in den Zentren aufhalten können, wie diese finanziert werden sollen und auch wie der Personalbedarf gedeckt werden soll, blieb französischen Medienberichten zufolge zunächst unklar.Es ist bereits die dritte extreme Hitzephase innerhalb von zwei Monaten, die das deutsche Nachbarland trifft. Sie soll laut Météo France bis mindestens Mitte nächster Woche andauern.Lesen Sie auchDie extreme Hitze führt auch zu Waldbränden in Südfrankreich, bei denen laut Zivilschutz bereits über 25.000 Hektar Fläche verbrannt seien. Das sei ungefähr doppelt so viel wie zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. „Wir erleben einen Beginn der Waldbrandsaison 2026 von außergewöhnlicher Intensität“, erklärte Julien Marion vom Zivilschutz.lfb mit dpa