Als die SZ auf Thomas Piketty trifft, ist der erste Gedanke: Ein so bekannter Forscher würde in Deutschland auf einem weitläufigen Eckbüro bestehen. Der 55-jährige Franzose nimmt an der Paris School of Economics mit einem Zimmer vorlieb, das nicht größer ist als die Räume der teils sehr jungen Kollegen, mit denen Piketty gerade zwei globale Reports zu Ungleichheit und Klimawandel vorgelegt hat. „Wer Gleichheit will, darf keine Privilegien fordern“, sagt Piketty und lacht.