Auf den ersten Blick ist es „nur“ eine Personalie: Fidji Simo, bei OpenAI als CEO of Applications für das Anwendungs- und Produktgeschäft zuständig und laut Branchenberichten die Nummer zwei hinter Sam Altman, hat ihren Vollzeitposten verlassen. Wegen einer chronischen Erkrankung will sie künftig nur noch als Teilzeitberaterin für das Unternehmen tätig sein, teilte sie mit. Doch das lange Statement der 40-Jährigen hat bereits eine Debatte entfacht: Über den Druck in Spitzenpositionen der Tech-Industrie, nie krank sein zu dürfen.

Fidji Simo

(Bild: Fidji Simo)

Simos Mitteilung auf X folgte auf eine dreimonatige Auszeit der Managerin. Ihr sei klar geworden, dass der Weg zur Genesung länger dauere und komplexer sei als angenommen, schreibt sie. Doch wer weiter liest, gewinnt den Eindruck, dass ihr und vor allem ihrem Umfeld das schon länger klar war. Seit sieben Jahren leide sie bereits unter der Autoimmunerkrankung. Über Meta-Chef Mark Zuckerberg schreibt sie, dass er ihr schon vor Jahren geraten habe, langfristig zu denken. Sein Angebot einer längeren krankheitsbedingten Auszeit habe sie, als sie bei Facebook die Entwicklung der App verantwortete, ausgeschlagen.

Ein mutiger Schritt? Simo widerspricht