Die britische Billigfluggesellschaft EasyJet hat überraschend ​ein Übernahmeangebot des Finanzinvestors Apollo Global ‌angenommen. Easyjet habe der Offerte von Apollo Global über 7,15 Pfund je Aktie grundsätzlich zugestimmt, ​teilte die Fluggesellschaft mit. Insgesamt könnte der Deal damit 5,7 Milliarden Pfund kosten. Wahlweise sollen Aktionäre Anteile an dem Apollo-Fonds erhalten können, in dem Easyjet gehalten werden soll.

Mit seinem Angebot sticht ⁠Apollo den US-Investor Castlelake aus, der 6,90 Pfund je ‌Aktie für Easyjet ​geboten ‌hatte. Erst am Sonntag hatte Easyjet mitgeteilt, eine Grundsatzvereinbarung mit Castlelake geschlossen zu haben, ‌die die Fluggesellschaft mit bis zu 5,5 Milliarden ‌Pfund (ungerechnet 6,4 ​Milliarden ‌Euro) bewerte.Aktienkurs steigt um 70 ProzentLange hatte sich Easyjet geziert, sich überhaupt übernehmen zu lassen. Einen der ersten Vorstöße von Castlelake nannte die Fluggesellschaft noch »höchst opportunistisch«, man wolle möglichst gute Konditionen für die eigenen Aktionäre haben. Irgendwann gab Easyjet den Widerstand auf – und kann nun auswählen. Das Apollo-Gebot sei überlegen und man würde es voraussichtlich auch offiziell empfehlen, heißt es. »Apollo glaubt an die bestehende Strategie von Easyjet, das Geschäftsmodell der Billigfluggesellschaft weiterzuentwickeln und zu stärken«, betonte Apollo.