Die britische Billigfluggesellschaft EasyJet hat überraschend ein Übernahmeangebot des Finanzinvestors Apollo Global angenommen. Easyjet habe der Offerte von Apollo Global über 7,15 Pfund je Aktie grundsätzlich zugestimmt, teilte die Fluggesellschaft am Freitag mit.Apollo sticht damit den US-Investor Castlelake aus, der 6,90 Pfund je Aktie für Easyjet geboten hatte. Erst am Sonntag hatte Easyjet mitgeteilt, eine Grundsatzvereinbarung mit Castlelake geschlossen zu haben, die die Fluggesellschaft mit bis zu 5,5 Milliarden Pfund (ungerechnet 6,4 Milliarden Euro) bewerte.Apollo will offiziellen Angaben zufolge die Marke Easyjet beibehalten und das Wachstum der Airline, unter anderem bei Flotte, Zusatzgeschäft und Ferienreisen, beschleunigen. Eine endgültige Übernahmevereinbarung gibt es bislang nicht. Easyjet steht in hartem Wettbewerb mit Ryanair Apollo muss bis zum 7. August ein verbindliches Angebot für Easyjet vorlegen, Castlelake hat hierfür bis zum 3. August Zeit. „Das vorgeschlagene Barangebot bietet ein besseres Ergebnis für die Easyjet-Aktionäre, da es einen höheren Barwert aufweist als das jüngste Angebot von Castlelake“, teilten Apollo und die Airline in einer gemeinsamen Erklärung mit.„Apollo glaubt an die bestehende Strategie von Easyjet, das Geschäftsmodell der Billigfluggesellschaft weiterzuentwickeln und zu stärken“, betonte Apollo.Easyjet wurde 1995 von dem britisch-zypriotischen Unternehmer Stelios Haji-Ioannou gegründet, der mit seiner Familie noch rund 15 Prozent der Anteile hält.Die Branche kämpft weltweit mit hohen Treibstoffkosten und Margendruck infolge des Iran-Konflikts. Easyjet steht zudem in hartem Wettbewerb mit dem Rivalen Ryanair, gilt aber wegen seiner wertvollen Start- und Landerechte an Flughäfen wie London-Gatwick, Paris und Genf schon länger als Übernahmeziel. (Reuters)
Britische Airline stimmt Angebot zu: US-Finanzinvestor Apollo will Billigflieger EasyJet übernehmen
Überraschung in der Flugbranche: Zuletzt sah es so aus, als ob das amerikanische Unternehmen Castlelake bei EasyJet zum Zug kommen könnte. Jetzt setzt sich offenbar ein Konkurrent durch.










