PfadnavigationHomeSportTour de France„Ich war sauer“ – Teamkollege attackiert Deutschen LipowitzStand: 09:13 UhrLesedauer: 2 MinutenFlorian Lipowitz sieht sich Kritik seines Teamkollegen ausgesetztQuelle: Nicolás Carvalho Ochoa/dpaFlorian Lipowitz und Remco Evenepoel bilden bei der Tour de France ein Kapitäns-Duo. Ob das gut gehen kann? Nach nur sechs Etappen gibt es die Antwort: Der eine geht öffentlich auf den anderen los.Bereits nach der ersten schweren Bergetappe der Tour de France ist es unter den beiden Co-Kapitänen Florian Lipowitz und Remco Evenepoel im Red-Bull-Team zum Konflikt gekommen. „Ja, ich war sauer – und zwar zu Recht“, wurde Evenepoel in den belgischen Medien zitiert: „Bei der Katalonien-Rundfahrt bin ich 30 Kilometer lang für ihn an der Spitze gefahren. Ich habe um einen Kilometer Führungsarbeit gebeten, aber das ging nicht. Das hat mich geärgert, und das ist etwas, das wir heute Abend gründlich besprechen müssen.“ Hintergrund ist die Verfolgungsjagd auf der sechsten Etappe nach der Abfahrt vom Tourmalet. Evenepoel und Lipowitz waren in einer acht Fahrer großen Gruppe hinter dem enteilten Tagessieger Tadej Pogacar und dem zweitplatzierten Jonas Vingegaard unterwegs. Zumindest Vingegaard hätte die Gruppe einholen können, am Ende fehlten aber 19 Sekunden zum dänischen Giro-Sieger. Pogacar hatte fast drei Minuten Vorsprung auf Evenepoel und Co.Lesen Sie auchIm Vorfeld der Tour hatte Teamchef Ralph Denk noch alle Bedenken über mögliches Konfliktpotenzial bei dem ungleichen Duo an der Spitze seiner Equipe beiseitegeschoben. „Ich bin überzeugt, dass das sehr gut funktioniert“, hatte Denk gesagt. Tut es offenbar nicht.Lipowitz fand die Zusammenarbeit gutBesonders bitter war für den so selbstbewussten Doppel-Olympiasieger Evenepoel, dass er am Tourmalet nicht nur die beiden Stars Pogacar und Vingegaard ziehen lassen musste, sondern am Ende auch auf Lipowitz knapp 20 Sekunden verlor. Dies war ein erster Fingerzeig, dass der deutsche Vorjahresdritte im Hochgebirge der Stärkere sein dürfte. Bei der Abfahrt konnte Evenepoel dann wieder zum Deutschen aufschließen.Lipowitz selbst hatte nach dem Zieleinlauf noch erklärt, dass die Zusammenarbeit mit Evenepoel gut geklappt habe. „Ich glaube, wir können zuversichtlich sein“, meinte er. Sein Teamkollege und Kontrahent sah das anders.dpa/SUF