Vor knapp zehn Jahren war es eine spektakuläre Unternehmensübernahme. Vor einem Jahrzehnt streckte ein chinesischer Investor seine Fühler nach einem deutschen Vorzeigeunternehmen aus. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte zuvor den Roboterbauer Kuka gerne als positives Beispiel der deutschen Hightech-Industrie unterstützt. In Augsburg besuchte sie den Sitz des Unternehmens, auf der Hannover Messe ließ Merkel sich zusammen mit US-Präsident Barack Obama die Roboter aus Schwaben vorführen.
Dass dieses angesehene bayerische Traditionsunternehmen nun ausgerechnet von einem Konzern aus Fernost geschluckt werden sollte, sorgte im Jahr 2016 für heftige wirtschaftspolitische Diskussionen. Insbesondere die Tatsache, dass kein europäischer Investor ein Gegenangebot auf den Tisch legte, führte zu Kritik. Letztlich konnte der chinesische Hausgerätehersteller Midea dann Kuka relativ ungehindert kaufen.
Kuka war damals der prominenteste Fall einer Übernahme aus China. Auch viele andere deutsche Unternehmen wurden von chinesischenInvestoren aufgekauft, darunter bekannte Namen wie die Steigenberger-Hotels oder der Spezialmaschinenbauer Krauss Maffei. Aktuell prüfen die Behörden die geplante Übernahme von Europas größtem Elektronikfachhändler MediaMarktSaturn durch den chinesischen E-Commerce-Konzern JD.com.






