Der Fall des wegen Einsturzgefahr geräumten Wolkenkratzers in Manhattan bekommt eine neue Wendung: Wie die »New York Times« unter Berufung auf einschlägige Unterlagen und Gespräche mit Offiziellen berichtet, ist eines der am Umbau beteiligten Unternehmen bei den Behörden offenbar wegen mehrerer Versäumnisse bekannt.
Demnach handelt es sich ausgerechnet um eine Firma, die für die Inspektion von strukturellen Veränderungen am Standort verantwortlich ist – und offenbar auch zumindest einige davon genehmigt hat. Das Unternehmen Domani Inspection Services habe die Sicherheit von Bolzen oder Schweißnähten zertifiziert sowie die strukturelle Stabilität des ehrgeizigen Bauprojekts generell, heißt es in dem Bericht.Das Bürogebäude aus den Siebzigerjahren, einst Hauptsitz des Pharmakonzerns Pfizer, wird derzeit umgebaut, in dem Haus sollen Luxuswohnungen entstehen. Am Dienstag hatten sich zwei tragende Säulen des 37-stöckigen Hochhauses verformt, wegen Einsturzgefahr musste das Gebäude daraufhin geräumt werden, ebenso wie zwei Hotels, Diplomatenbüros und eine Schule mit Hunderten Schülern im Umkreis.
Bis zum späten Abend gelang es den Behörden, das Hochhaus zu stabilisieren. Bewohnerinnen und Bewohner durften daraufhin in mehrere der sieben umliegenden Gebäude zurückkehren. Für vier Gebäude gilt aber weiter eine vollständige Evakuierungsanordnung, für ein fünftes eine teilweise.Ob das Wirken von Domani Inspection Services zum Versagen der Säulen beigetragen habe, sei unklar, schreibt die »New York Times« weiter. Allerdings habe die Firma in anderen Zusammenhängen immer wieder für Probleme gesorgt. So sei das Unternehmen wiederholt wegen fehlender Warnschilder bei anderen Bauprojekten gerügt worden.












