Vom amerikanischen Rust Belt hat man ein so klares wie deprimierendes Bild. Es speist sich aus Büchern wie American Rust von Philipp Meyer und JD Vances (immer noch sehr guter) Hillbilly Elegy, es speist sich aus Reportagen und Roadtrips deutscher TV-Korrespondenten, die als Dokumentationen dann deutsche Wohnzimmer erreichen. Es beinhaltet Melancholie und Trotz, Drogen und Leerstand, Rassismus und Spaltung. Und vor allem: eine unendliche Hoffnungslosigkeit. Was halt so entsteht, wenn Menschen mit einem gravierenden Strukturwandel allein gelassen wurden. Oder genauer: wenn es gar keinen Strukturwandel gab, nur ein langsames Sterbenlassen.
Strukturwandel im Ruhrgebiet: Als Niedergang noch Hoffnung machte
Frank-Walter Steinmeier übergibt Deutschlands letzte selbstgeförderte Steinkohle dem Haus der Geschichte in Bonn. Sie steht für einen hinreißend gut gemanagten Abstieg.








