Der Flughafen der Stadt Palm Beach im US-Bundesstaat Florida ist offiziell in »President Donald J. Trump International Airport« umbenannt worden. Das Airport-Kürzel wird entsprechend von »PBI« in »DJT« geändert – die Initialen des Präsidenten, dessen Privatanwesen Mar-a-Lago nur wenige Minuten vom Flughafen entfernt ist.

Unterdessen teilt der Airport mit, Einschränkungen im Betriebsablauf werde es durch die Umbenennung nicht geben. »Flugbetrieb, Strecken, Flugpläne und Kundenservice sind nicht betroffen«, heißt es auf der Website des Betreibers .Die Namensänderung des Flughafens sei »gesetzlich vorgeschrieben« worden, teilt der Airport weiter mit. Der republikanische Gouverneur Ron DeSantis hatte Ende März ein entsprechendes Gesetz unterzeichnet . Es verpflichtet den Flughafenbetreiber auch dazu, die erforderlichen markenrechtlichen Genehmigungen einzuholen.

Wie das Magazin »Forbes« berichtet , hatte ein Tochterunternehmen von Trumps Holdinggesellschaft den neuen Flughafennamen sowie das Kürzel »DJT« bereits im Februar markenrechtlich schützen lassen. Demnach ist allerdings unklar, ob der US-Präsident durch die Umbenennung des Flughafens nicht nur persönlich geehrt wird, sondern auch finanziell profitiert.In den USA ist es üblich, dass Flughäfen und andere Orte nach ehemaligen Präsidenten benannt werden können. Unüblich ist hingegen, dass Gebäude bereits umbenannt werden, während der Präsident noch lebt. Experten sehen im Vorgehen Trumps Parallelen zum Verhalten von Autokraten .Der Präsident kündigte zudem die »Trump Gold Card« an – eine Art Visum, das es bei Zahlung von fünf Millionen US-Dollar gibt. Über die Regierungswebseite »TrumpRx« sollten US-Amerikaner günstiger an Medikamente gelangen. Außerdem können sie einen Jahrespass für Nationalparks kaufen, auf denen der Präsident abgelichtet ist.