Würth-Kunden füllen ihre Lager auf Die Würth-Gruppe profitiert davon, dass viele Unternehmen und Handwerksbetriebe die eigenen Lager auffüllen, um in unsicheren Zeiten arbeits- und lieferfähig zu sein. „Ein Drittel unseres Umsatzwachstums beruht auf diesem Effekt. Trotz gestörter Lieferketten können sich unsere Kunden weltweit auf uns verlassen. Würth ist lieferfähig“, sagte Robert Friedmann, der Chef des Familienunternehmens, anlässlich der Vorstellung der Halbjahreszahlen am Mittwoch im Gespräch mit der F.A.Z. „Es ist erfreulich, dass wir die Wachstumsdynamik aus den ersten vier Monaten 2026 halten können.“Der Spezialist für Schrauben, Dübel und Werkzeuge steigerte seine Erlöse im ersten Halbjahr im Vergleich zu 2025 um 4,3 Prozent auf nun 10,9 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis stieg sogar um 8,4 Prozent auf 515 Millionen Euro. Auch für das Gesamtjahr ist Friedmann optimistisch, auch wenn die Situation fragil bleibe. Für das Gesamtjahr 2026 plant der Würth-Chef mit Umsatzsteigerungen zwischen fünf und sechs Prozent und einem Ergebnis, das zwischen acht und neun Prozent über dem Vorjahr liegt. 2025 erwirtschaftete Würth bei einem Rekordumsatz von 20,7 Milliarden Euro ein Betriebsergebnis von 970 Millionen Euro, was einer Umsatzrendite von 4,7 Prozent entspricht. Das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland entwickelt sich nach Angaben von Friedmann wegen gestiegener Energiepreise, geopolitischer Unsicherheiten und der verhaltenen Industrieproduktion allerdings gedämpft. Vor allem seien trotz zwischenzeitlicher Entspannung noch nicht alle Folgen der Irankrise vollständig zu spüren. „Bis sich die ölinduzierten Preiserhöhungen vollständig durch alle Lieferketten gefressen haben, dauert es noch“, erläuterte der Würth-Chef. Weltweit geht das Unternehmen in den kommenden Monaten von einem moderaten Wachstum aus, von dem der Befestigungsspezialist aufgrund seiner globalen Präsenz profitiere.
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