PfadnavigationHomePolitikAuslandUkraine-Krieg„Wir sehen einen gewissen Irrglauben innerhalb des Weißen Hauses“, sagt PeskowStand: 15:56 UhrLesedauer: 2 MinutenBei einem russischen Raketenangriff auf Odessa wurden vier Menschen getötet. Unterdessen verhängt Moskau ein Diesel-Exportverbot wegen Treibstoffknappheit – und greift offenbar gezielt Tankstellen in der Ukraine an. WELT-Reporter Christoph Wanner berichtet.Trump glaubt, die ukrainischen Angriffe auf Russland könnten zu einem Ende des Kriegs beitragen. Der Kreml widerspricht – und droht der Ukraine. Die nimmt weiterhin die russische Energieversorgung ins Visier.Der Kreml hat Aussagen von US-Präsident Donald Trump zurückgewiesen, wonach ukrainische Angriffe auf Infrastruktureinrichtungen tief auf russischem Gebiet zu einem schnelleren Ende des Ukraine-Kriegs beitragen könnten. „Wir sehen einen gewissen Irrglauben innerhalb des Weißen Hauses“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag vor Journalisten in Moskau. Vielmehr könne „eine weitere Eskalation die militärische Spezialoperation verlängern“, fügte Peskow hinzu. Mit dem Begriff wird von offiziellen Stellen in Russland die Militäroffensive in der Ukraine umschrieben. US-Präsident Trump hatte laut einem Bericht der ukrainischen Nachrichtenagentur Interfax am Rande des Nato-Gipfels in Ankara gegenüber Reportern gesagt, die ukrainischen Angriffe seien „eine Eskalation, aber es könnte dazu beitragen, ein Ende herbeizuführen“.Lesen Sie auchPeskow sagte: „Je mehr die ukrainische Armee unsere Infrastruktur angreift, desto mehr werden wir die Sicherheitszone an der Front ausdehnen müssen“. Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten ihre Drohnenangriffe auf Ziele in Russland weit hinter der Front intensiviert. Zuletzt hatten ukrainische Kampfdrohnen in der Nacht zwei Öldepots in Twer und in der Region Stawropol in Brand gesetzt. Lesen Sie auchAuch russische Öltanker wurden Ziel der ukrainischen Drohnenangriffe. Der Gouverneur der südrussischen Region Rostow, Juri Sljussar, berichtete von zwei weiteren Einschlägen auf Schiffen im Asowschen Meer. Schon am Vortag hatte Sljussar von Drohnenattacken auf ebenfalls zwei Schiffe berichtet – die ukrainischen Drohnentruppen meldeten zeitgleich Treffer bei neun Schiffen.Lesen Sie auchDer ukrainische Generalstab bestätigte später die neuen Angriffe auf die Schiffe, machte aber auch diesmal deutlich höhere Angaben als Moskau. So wurden nach Darstellung Kiews zwölf Tanker, ein Bugsierschiff und ein Trockenfrachter auf See getroffen. Die betreffenden Schiffe seien zur Treibstoffversorgung des russischen Militärs und zur Umgehung der Sanktionen gegen den Ölexport Russlands genutzt worden, teilte der Generalstab auf Telegram mit. Zudem hätten die Drohnen auch ein Ölumschlagterminal im Gebiet Rostow getroffen und in Brand gesetzt.Seit einigen Monaten hat die Ukraine die Reichweite ihrer Angriffe in Russland stark erhöht. In Russland wurde in diesem Jahr in bislang fast der Hälfte der Regionen Raketenalarm ausgelöst. Auch die russische Armee greift weiterhin tief im ukrainischen Gebiet an.AFP/dpa/lfb
Ukraine-Krieg: „Wir sehen einen gewissen Irrglauben innerhalb des Weißen Hauses“, sagt Peskow - WELT
Trump glaubt, die ukrainischen Angriffe auf Russland könnten zu einem Ende des Kriegs beitragen. Der Kreml widerspricht – und droht der Ukraine. Die nimmt weiterhin die russische Energieversorgung ins Visier.







