Junge Eltern sollen beim Kindergeld von Bürokratie entlastet werden. Der Bundestag beschloss ein Gesetz zur Einführung eines antragslosen Kindergeldes. Der Bundesrat muss noch zustimmen.Das Gesetz soll Anfang Januar 2027 in Kraft treten. Geplant sind zwei Schritte: Die erste Ausbaustufe umfasst laut Gesetzentwurf Geburten ab dem zweiten Kind, da die Familienkasse bekannte Daten für erstgeborene Kinder weiterverwenden könne. In der zweiten Ausbaustufe soll das Verfahren auf erstgeborene Kinder ausgeweitet werden.

Der SPD-Politiker Parsa Marvi sagte im Bundestag, Leistungen sollten schnell, unkompliziert und ohne unnötige Bürokratie bei den Menschen ankommen. Er sprach von einem Schritt hin zum modernen Staat, der den Menschen das Leben einfacher mache. Die CDU-Politikerin Anne König sagte: »Mit dem antragslosen Kindergeld bauen wir Bürokratie spürbar ab und entlasten Familien in den ersten Wochen nach der Geburt.« Die Union habe sich dafür eingesetzt, dass das Kindergeld grundsätzlich an die Mutter ausgezahlt wird.