Marlena WessollekIran meldet Luftangriffe auf Bahrain und Jordanien Nach den jüngsten US-Angriffen auf den Iran hat das Land nach eigenen Angaben Einrichtungen der US-Armee in Bahrain und Jordanien angegriffen. In Bahrain seien unter anderem Kraftstoffdepots, Materiallager und eine Kaserne auf dem Luftwaffenstützpunkt Issa mit Drohnen angegriffen worden, berichtete das iranische Staatsfernsehen unter Berufung auf die Armee. Die Behörden in Bahrain lösten Luftalarm aus. Zuvor war demnach ein Feuer festgestellt worden. Bewohner wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu begeben. In Jordanien flog die iranische Armee nach eigenen Angaben Drohnenangriffe auf den auch von ausländischen Kräften genutzte Militärstützpunkt Al-Asraq. Dort seien Hangars und Kasernen ins Ziel genommen worden, hieß es.Julica JungehülsingIran warnt Trump vor Verwendung von Auslandsvermögen Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat die USA vor einer möglichen Beschlagnahme eingefrorener iranischer Vermögenswerte gewarnt. Ein solcher Schritt wäre ein »brandgefährlicher« Präzedenzfall, schrieb Araghtschi am Morgen in sozialen Medien. Das daraus entstehende Chaos wäre »weder schön noch friedlich«. „Wer solche Gelder feiert oder davon profitiert, sollte bedenken: Sobald Regierungen die Beschlagnahmung von Vermögen normalisieren, ist niemandes Besitz mehr sicher.“US-Präsident Donald Trump hatte zuvor angekündigt, die USA würden jetzt Reparaturen für Kriegsschäden an Schiffen, Ladungen oder damit verbundenen Gütern mit iranischem Vermögen bezahlen, das im Besitz der USA sei.Julica JungehülsingNur ein Tanker in der Straße von HormusIn der Straße von Hormus ​ist der Tankerverkehr am Donnerstag fast zum ⁠Erliegen gekommen. Daten ​des Analysehauses Kpler zufolge hat lediglich ein Tanker ‌die ⁠Meerenge passiert, das wäre der niedrigste Stand ​seit dem 7. Mai. Das Schiff, das die Wasserstraße durchfahren habe, sei ein mit Rohöl beladener Supertanker auf dem Weg nach China gewesen. In die entgegengesetzte Richtung fuhr laut Kpler kein Schiff in die Meerenge ein.Julica JungehülsingIran meldet Tote und Verletzte nach neuen US-AngriffenDas US-Militär hat eine 13. nächtliche Angriffsserie auf den Iran nach etwa zwei Stunden beendet. Das US-Kommando Centcom griff dabei bis 5 Uhr Ortszeit nach eigenen Angaben »iranische Militärkommandozentralen, Drohnenlager, Kommunikationsnetze, Küstenüberwachungsstandorte und maritime Anlagen« an. Ziel der Bombardierung sei gewesen, die Bedrohung für zivile Seeleute und Handelsschiffe durch den Iran zu verringern.Iranische Staatsmedien berichteten nach den Explosionen über zwei Verletzte in der Hafenstadt Bandar Abbas. Bei einem US-Raketenangriff bei Ahwas am Fluss Karun seien vier Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden.Julica JungehülsingUSA greifen erneut Ziele im Iran anDie 13. Nacht in Folge beschießt das US-Militär den Iran. Die neue Angriffsserie habe um 18.45 Uhr US-Ostküstenzeit (2.15 Ortszeit im Iran) begonnen und gelte militärischen Zielen, schreibt das US-Kommando Centcom auf X. Ziel sei es, »den Iran zur Rechenschaft ziehen und die Bedrohung der Handelsschifffahrt durch die iranische Revolutionsgarde zu verringern«. Iranische Staatsmedien berichteten wenig später von einer Explosion westlich der Küstenstadt Bandar Abbas, die bereits in früheren Nächten Ziel von Angriffen gewesen war. In der Meerenge habe es auch auf der Insel Keschm Angriffe gegen. Sowie nordwestlich des Persischen Golfs in der Nähe von Andimeschk und Omidiyeh.Im Süden des Landes wurde laut Staatsmedien die Stadt Ahvaz getroffen.Julica JungehülsingIrans Vermögen soll laut Trump für Schäden an Schiffen zahlenUS-Präsident Donald Trump will den Iran für Kriegsschäden an Schiffen und Frachtgut zur Rechenschaft ziehen. Jegliche Schäden dieser Art würden ab sofort mit iranischem Geld beglichen, das von den USA kontrolliert werde, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. Damit bezieht er sich offensichtlich auf eingefrorene iranische Vermögenswerte. Unklar ist, wie Trump das Vorgehen rechtlich begründen will. Der US-Präsident sprach von einer »fairen und gerechten Vorgehensweise«, selbst wenn die Entschädigungen erheblich sein könnten. Irans Streitkräfte hatten mehrfach Handelsschiffe in der Straße von Hormus beschossen. Hella KemperMerz verurteilt Huthi-Angriffe auf Schiffe im Roten MeerBundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Angriffe der proiranischen Huthi-Miliz auf saudische Schiffe im Roten Meer kritisiert. »Jede Form einer Seeblockade ist inakzeptabel«, sagte Merz laut einer Mitteilung. »Diese rücksichtslosen Angriffe gefährden die Freiheit der Schifffahrt und drohen die regionale Stabilität weiter zu untergraben.« Die Bundesregierung stehe solidarisch an der Seite von Saudi-Arabien und seinen Partnern in der Region.Hella KemperDeutsche Marine verlegt Schiffe ins MittelmeerDie Bundeswehr zieht zwei Schiffe weiter von der Straße von Hormus zurück. Das Minenjagdboot Fulda und das Versorgungsschiff Mosel werden nach Angaben des Verteidigungsministeriums in den nächsten Tagen ins östliche Mittelmeer zu verlegt. Die deutschen Marineschiffe befinden sich derzeit für einen möglichen Einsatz in der blockierten Meerenge im Hafen des afrikanischen Kleinstaats Dschibuti.Ein Verbleib der Schiffe in der Golfregion stelle angesichts »eines nicht absehbaren zeitnahen Einsatzbeginns eine vermeidbare Belastung der technischen Systeme« dar, teilte das Ministerium weiter mit. Sobald ein zeitnaher Missionsbeginn wieder absehbar sei, würden die Schiffe wieder in die Region verlegt werden. Bis dahin seien sie in »Verlegebereitschaft«.Hella KemperAbgeordnete fordern Kriegsende von TrumpDas US-Repräsentantenhaus hat Präsident Donald Trump erneut zu einem Ende des Irankriegs aufgerufen. Die Kongresskammer verabschiedete zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen eine sogenannte Kriegsbefugnis-Resolution, die dem Militäreinsatz Grenzen setzen soll und ein Ende des Krieges fordert. Der Beschluss hat keine unmittelbare Konsequenz, zeigt aber, dass der politische Druck auf Trump steigt – zumal im November die Zwischenwahlen zum Kongress bevorstehen. Die Resolution wurde in der Parlamentskammer mit 214 Stimmen angenommen, 208 Abgeordnete stimmten dagegen. Ein ähnliches Votum fand bereits Anfang Juni statt und bezeichnete Trump als »unpatriotisch«. Laut US-Verfassung hat allein der Kongress »die Befugnisse (...), Krieg zu erklären«. Den Einsatz gegen den Iran ordnete Trump jedoch ohne parlamentarische Zustimmung an. David RechÖlpreis übersteigt 100 Dollar pro BarrelDer Ölpreis ist infolge der Ausweitung des Irankriegs auf das Rote Meer auf 100 Dollar pro Barrel gestiegen. Der Preis für die Nordsee-Referenzsorte Brent stieg seit Handelsbeginn um sechs Prozent und überschritt damit kurzzeitig die symbolische Schwelle von 100 Dollar. Die US-Referenzsorte WTI legte um fünf Prozent zu und notierte bei gut 91 Dollar.Mehr dazu lesen Sie hier: Hella KemperTrump droht Huthi-Miliz mit »militärischer Bestrafung«US-Präsident Donald Trump hat den Huthis im Jemen militärische Gegenschläge angedroht, nachdem diese zwei saudi-arabische Öltanker im Roten Meer angegriffen hatten. Trump schrieb auf seiner Onlineplattform, er sei »sehr enttäuscht« über die mit dem Iran verbündete Miliz. Sollten die Huthis erneut Öltanker angreifen, werde ihnen und auch dem Iran eine »bedeutende militärische Bestrafung« auferlegt.Die Huthi-Miliz hatte wenige Tage nach der Bekanntgabe einer Seeblockade im Roten Meer nach eigenen Angaben zwei saudi-arabische Öltanker beschossen. Aus Saudi-Arabien hieß es, dass ein Schiff getroffen worden und ein Feuer an Bord ausgebrochen sei. Die Huthis hatten während des Gazakriegs Schiffe angegriffen, die sie mit Israel in Verbindung brachten. Die Miliz gehört wie die Hisbollah im Libanon und die Hamas im Gazastreifen zu der vom Iran angeführten sogenannten »Achse des Widerstands«. Deren Ziel ist die Vernichtung Israels.Mehr zum Thema lesen Sie hier: David RechAußenbeauftragte Kallas fordert Ende der Huthi-Drohungen Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die jemenitischen Huthis aufgefordert, den internationalen Schiffsverkehr im Roten Meer nicht länger zu bedrohen. Die Seeblockade gegen Saudi-Arabien, die die mit dem Iran verbündete Miliz angekündigt hatte, sei eine ​Gefahr für die regionale Stabilität und eine gefährliche Eskalation, ⁠teilte Kallas mit. Solche Angriffe seien inakzeptabel und verschärften ​die ohnehin fragile Lage im Nahen Osten.Die Passage durch das Rote Meer wie auch die Straße von Hormus ‌müssten ⁠ungehindert gewährleistet sein, sagte Kallas. Sie fügte hinzu, dass der ​EU-Marineeinsatz Aspides weiter bereit sei, die Freiheit der Schifffahrt im Roten Meer und den angrenzenden internationalen Gewässern zu schützen.Mathis GannIran greift Jordanien und Kuwait an, Luftalarm in BahrainJordanien und Kuwait haben eigenen Angaben zufolge erneut iranische Angriffe abgewehrt. Die jordanische Armee teilte mit, am Morgen drei iranische Raketen abgeschossen zu haben, eine vierte sei in unbewohntem Gebiet niedergegangen. Zudem seien sechs Drohnen abgeschossen worden. Die kuwaitische Armee gab ebenfalls an, sie habe iranische Drohnenangriffe abgewehrt. Auch von iranischer Seite wurden entsprechende Angriffe bestätigt. So will die Revolutionsgarde laut dem iranischen Staatsfernsehen ein Patriot-Luftabwehrsystem, mehrere Radarsysteme sowie einen Hubschrauberhangar in Jordanien angegriffen haben. Dabei sei Ausrüstung des US-Militärs zerstört worden.Zudem reklamierte die Revolutionsgarde Angriffe auf den in Kuwait gelegenen US-Luftwaffenstützpunkt Ali al-Salem, das Wüstenlager Udairi und eine Telekommunikationseinrichtung für sich. Auch die iranische Armee gab einen Angriff auf den US-Stützpunkt Ali al-Salem bekannt, sowie weitere Angriffe auf die Stützpunkte Doha und Arifdschan. Die US-Armee hat bisher keine Angriffe auf ihre Einrichtungen in der Region bestätigt.In Bahrain wurde nach Angaben des Innenministeriums Luftalarm ausgelöst. Der Golfstaat wurde zuletzt wiederholt vom Iran angegriffen.Theresa WalterRubio wirft Iran systematischen Bruch von Vereinbarungen vorUS-Außenminister Marco Rubio hat die erneuten Angriffe seines Landes auf den Iran verteidigt und deutlich gemacht, dass die USA den Druck auf das Regime in Teheran weiter erhöhen wollen. Der Iran verletze immer wieder Vereinbarungen mit den USA, sagte Rubio am Rande der ​Konferenz der Staatengemeinschaft Asean in der philippinischen Hauptstadt Manila. Dafür zahle der Iran nun den Preis. Möglicherweise werde die iranische Führung in den kommenden Tagen ihre Haltung ändern, wenn sie weiter schwere Verluste erleide, mutmaßte Rubio. Leon GinzelÖlpreise steigen erneut Der Krieg zwischen den USA und dem Iran treibt die Ölpreise weiter in die Höhe. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent bewegt sich derzeit in Richtung von 100 US-Dollar. In der Spitze stieg der Preis bis auf 98,42 US-Dollar. Am späten Vormittag lag der Preis der Referenzsorte etwas darunter: bei 97,59 US-Dollar. Das waren fast vier Prozent mehr als am Vortag.Neben den neuen US-Angriffen sorgten auch die Attacken der Huthi-Miliz im Jemen auf Öltanker im Roten Meer für den Anstieg. Das bisherige Jahreshoch des Ölpreises liegt bei rund 126 US-Dollar. Es wurde Ende April erreicht.Mehr ladenTickarooLive Blog Software