Auf welches Niveau sich der Absatz 2026 einpendeln wird, ließ Becker offen. Er verwies stattdessen auf einen Kapitalmarkttag im Oktober, bei dem der neue Porsche-Chef Michael Leiters (54) seine Strategie für Unternehmen und Modellpalette vorstellen will.Wesentliche Gründe für den Rückgang blieben das weiter herausfordernde Marktumfeld und der Fokus auf einen wertorientierten Absatz, hieß es. Letzteres bedeutet unter anderem, dass sich Porsche nach eigenen Angaben nicht an Preiskämpfen in der Volksrepublik beteiligt.Aber auch in allen anderen Weltregionen läuft es nicht rund: Nach China hat Porsche am deutlichsten in den Übersee- und Wachstumsmärkten verloren – dazu gehören etwa Afrika, Lateinamerika, Australien, Südkorea und Japan (minus 18 Prozent). In der größten Vertriebsregion Nordamerika sanken die Zahlen um 13 Prozent auf gut 37.700 Auslieferungen. Ebenfalls abwärts ging es in Deutschland (minus 6 Prozent) und im Rest Europas (minus 14 Prozent).
Nur 911er mit ZuwächsenDer SUV Cayenne war im ersten Halbjahr das bestverkaufte Modell – trotz eines Rückgangs um 9 Prozent. Porsche verkaufte davon mehr als 38.100 Stück. Das Minus dürfte auch an der Einführung des E-Modells liegen, die aktuell an erste Kunden ausgeliefert wird. Auch bei anderen Baureihen ging es bergab.Einzig der Sportwagenklassiker 911 legte um 19 Prozent zu. Insgesamt wurden mehr als 30.500 Fahrzeuge an Kunden verkauft. Wie hoch der Anteil der reinen Stromer am Gesamtabsatz war, wies Porsche nicht mehr gesondert aus.Dramatische Situation in ChinaDie Verkaufszahlen waren bereits 2024 und 2025 rückläufig. Im vergangenen Jahr setzte Porsche gut 279.400 Sport- und Geländewagen ab. Das war ein Zehntel weniger als 2024 und der niedrigste Stand seit dem Coronajahr 2020. Besonders dramatisch war und ist die Situation China. Zwischen 2021 und 2025 haben sich die Verkaufszahlen in der Volksrepublik mehr als halbiert.











