Einerseits stehen Aufstieg und Fall des großen Sportwagenbauers Porsche pars pro toto für den Zustand der einst erfolgsverwöhnten deutschen Autoindustrie. Jahre- und jahrzehntelang ging es immer weiter aufwärts und alles, was hier made in Germany war, galt als das Maß aller Dinge. Andererseits wurde dieser Porsche-Mythos in all den Jahren besonders gut gepflegt. Dabei heraus kam ein Image, bei dem die Grenzen zum Quasi-Religiösen irgendwann fließend wurden. Dass James Dean einen Porsche 550 Spyder fuhr und Steve McQueen mit einem grauen Porsche 911 S im Rennfilm-Klassiker „Le Mans“ unterwegs war, dass Janis Joplin zwar einen Mercedes-Benz haben wollte, obwohl – wenig überraschend – all ihre Freunde doch einen Porsche fuhren: Oh Lord, all das konnte schon mal darüber hinwegtäuschen, dass man es hier auch nur mit einem ganz normalen Unternehmen zu tun hatte.