Es gebe, sagte ein ranghoher Nato-Diplomat meinen Kollegen Daniel Brössler und Hubert Wetzel, in der Nato-Allianz viele Mitglieder, „und dann gibt es eben ein unverzichtbares Mitglied“. Das sind die USA.Die USA bleiben das, weil sie das militärisch mächtigste Land der Welt sind. Weil Europa den Schutz des amerikanischen Nuklearschirms braucht, auch während der US-Präsident einen Krieg gegen Iran führt, den er, so schreiben es meine Kollegen, „ohne Not, ohne Plan und ohne Ziel vom Zaun gebrochen hat“.Auch dann, wenn Trump die spanische Regierung als „schrecklichen Partner“ bezeichnet und droht, die Handelsbeziehungen zu ihr abzubrechen, weil sie ihm nicht erlaubt hat, dortige Luftwaffenstützpunkte für den Iran-Krieg zu nutzen. Sogar, wenn Trump wieder einmal Grönland beansprucht.Nimmt man Trumps Worte ernst, ist der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran vorerst beendet. Über die iranische Führung sagte er, sie seien „Abschaum“. Das Regime ist brutal – aber wer sich an westliche Werte hält, nennt Menschen nicht „Abschaum“. Eigentlich sollten längst Gespräche über das iranische Atomprogramm laufen, schreibt mein Kollege Raphael Geiger. Darüber aber reden die Verhandler derzeit wohl nicht.Die neuen Kämpfe könnten mehr Belastungen für das „brüchige transatlantische Verhältnis“ bringen, schreibt mein Kollege Nicolas Richter. Gefragt sei da Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Wie kein anderer hofiere er Trump, man könne es „nur noch selbstverleugnendes, aber effektives Schleimen nennen“, kommentiert er.In Berlin hält Kanzler Friedrich Merz heute seine letzte Regierungserklärung vor der Sommerpause. Mit einiger Sicherheit wird er auch etwas zum Nato-Gipfel sagen.Eine Geschichte möchte ich Ihnen zum Schluss empfehlen: über Serkan Çalar. Im Februar wurde er in einem Regionalzug totgeprügelt. Nun möchte seine Familie, dass jeder weiß, wer der Mann ist, den sie so schrecklich vermissen. Meine Kollegin Kathrin Wiesel-Lancé hat sie getroffen.Was heute wichtig istKrieg in Nahost: US-Militär greift erneut Ziele in Iran an. Die Einsätze zielen laut US-Militär darauf ab, die Fähigkeiten Irans zur Bedrohung der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu schwächen. Kuwait geriet erneut unter Beschuss, die Luftabwehr habe feindliche Raketen- und Drohnenangriffe abgewehrt, teilte die Armee mit. Kuwait ist ein Verbündeter der USA. Zum Liveblog zum Krieg in NahostTreffen in Ankara: Wie Trumps Wut auf Europa den Nato-Gipfel prägtLiveblog zur US-Politik: Sicherheitsbedenken bei neuer „Air Force One“? Trump nimmt älteres FlugzeugMEINUNG Aktuelles Lexikon: Was ist Abschaum – und was bitte nicht?Zwei Teenager schwer verletzt: Pistole bei Amoktat in Schongau versagte nach einem Schuss. Der mutmaßliche Täter, ein 16 Jahre alter ehemaliger Schüler, verletzte zwei Mädchen schwer mit einem Messer. Beide sind inzwischen außer Lebensgefahr. Lehrer setzten ihn nach kurzer Zeit fest. Am Abend macht Innenminister Dobrindt öffentlich, dass eine Schusswaffe des Täters versagt hat. Zum ArtikelAufsichtsratssitzung von VW: Die „Woche der Wahrheit“? Der Autobauer steht massiv unter Druck. Bei der Aufsichtsratssitzung heute soll Konzernchef Oliver Blume erklären, mit welcher Strategie er den Konzern aus der Krise führen will. In den vergangenen Wochen sind immer wieder Zahlen und Abbaupläne aus dem Konzern gesickert, zuletzt war von 100 000 Jobs die Rede, die wegfallen sollen. Werke stünden auf der Kippe. Der Überblick. Zum ArtikelKI-Assistent „Ello“: Ausgerechnet jetzt launcht der VW-Konzern eine KI, die helfen soll mit Stress und Druck umzugehenEXKLUSIV Rüstung: Bundeswehr geht im Weltraum in die Offensive Schon 2027 will Deutschland erstmals Satelliten mit militärischen Offensivfähigkeiten in den Weltraum bringen. Das zeigen Recherchen von WDR, NDR und SZ. 2027 sollen zwei Störsatelliten ins All befördert werden, die andere Raumflugkörper mit elektromagnetischen Störungen beeinträchtigen können. Zudem soll es zwei Satelliten geben, die andere Raumflugkörper ausspähen können. Doch der Zeitplan ist ambitioniert. Zum ArtikelVerteidigung: Bundeswehr beschafft umstrittene LaserwaffenRüstungsboom: Das Kanonen-Butter-Dilemma: „Der Staat muss abwägen, für welche Güter er wie viel Geld in die Hand nimmt“Grüne und Linke wollen Krankenkassenpaket in Karlsruhe stoppen. Die Grünen wollen eine für Freitag geplante Abstimmung zum Krankenkassen-Sparpaket im Bundestag verschieben. Sie kritisierten den Zeitdruck für Abgeordnete. Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen teilte mit, er habe dazu das Bundesverfassungsgericht angerufen. Kurz darauf teilte der Linken-Abgeordnete Ates Gürpinar mit, er habe ebenfalls Klage in Karlsruhe eingelegt. Zum ArtikelWeitere wichtige ThemenTennisturnier in Wimbledon: Zverev steht nach Glanzleistung im HalbfinaleEXKLUSIV Berlin-Neukölln: Strafbefehl gegen den Schulleiter, der einen Mordanschlag erfunden haben sollUS-Einwanderungsbehörde: Was über die Erschießung eines Mexikaners in Houston bekannt istFußball-WM 2026Norweger ziehen vor Viertelfinale um. Angeblich störte das Team um Erling Haarland eine Großbaustelle vor dem Hotel in Fort Lauderdale. Nach neun erfolgreichen Jahren tritt der kroatische Nationaltrainer Zlatko Dalic zurück. Zum Liveblog zur Fußball-WM 2026Fußball und Politik: Kylian Mbappé: Der kleine ObamaFifa-Präsident Gianni Infantino: Die Geister, die er mit dem Fall Balogun rief. Gianni Infantino gerät in die Defensive: Trumps Intervention und der USA-Entscheid fliegen seinem Weltverband um die Ohren, weil nun plötzlich viele aufbegehren – und es liegt eine neue Anzeige vor. 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