Die asiatische DuTech-Holding kommt ihrem Ziel, den niederländischen Fahrradkonzern Accell zu übernehmen, einen Schritt näher. Das Bundeskartellamt hat am Mittwoch dem Antrag der in Singapur ansässigen Holding zugestimmt. Accell zeigte sich in einer ersten Reaktion „zufrieden und optimistisch“ mit Blick auf die weitere Entwicklung. Die Genehmigung durch die deutsche Behörde gilt als wegweisend. DuTech und Accell erwarten noch das Votum der Kartellwächter in Polen und Österreich.

DuTech hatte den Antrag Ende Juni bei den Kartellbehörden eingereicht. Die asiatische Unternehmensgruppe ist in Deutschland nicht unbekannt: Über die Tochter Tri Star Group hat sie bereits einige in Not geratene deutsche Fahrradunternehmen eingesammelt – darunter Prophete , Onomotion und Sprick Cycle .Das Kartellamt äußerte keine Bedenken gegen die Übernahme – weder mit Blick auf den Gesamtmarkt noch auf einzelne Segmente der Fahrradbranche. „Die beiden Unternehmen werden auch nach dem Zusammenschluss weiterhin mit einer ausreichenden Anzahl wichtiger Wettbewerber konkurrieren“, erklärte Andreas Mundt (65), Präsident des Bundeskartellamtes.

Accell vereint unter seinem Dach zahlreiche Marken wie Winora, Ghost, Batavus, Raleigh, Sparta oder Babboe. Der Cargobike-Hersteller Babboe hatte durch einen Massenrückruf von mehr als 20.000 Lastenrädern Accell einen hohen zweistelligen Millionenbetrag gekostet.Der einstige Fahrradreise Accell steckt mitten in der Sanierung und wies zuletzt einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro aus. Die konkurrierende Pon-Gruppe erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 9,7 Milliarden Euro, gut zwei Milliarden davon steuerte die Fahrradsparte Pon.Bike bei.