Die Bundesregierung darf energieintensive Unternehmen in Deutschland zusätzlich unterstützen. Die EU-Kommission genehmigte dafür nach Angaben des Wirtschaftsministeriums sowie des Umweltministeriums die Ausweitung der sogenannten Strompreiskompensation. Mit dieser werden Firmen indirekt von Kosten des CO₂-Emissionshandels entlastet. Ziel ist es, eine Verlagerung von Produktion ins Ausland zu verhindern.

Mit der Entscheidung aus Brüssel könnten rückwirkend für das Abrechnungsjahr 2025 weitere energie- und handelsintensive Branchen bei ihren Stromkosten entlastet werden, hieß es von den Ministerien. Zugleich steige die Förderintensität für bereits beihilfeberechtigte Unternehmen. »Damit können zusätzlich rund 20 weitere Branchen von der Strompreiskompensation profitieren.«Reiche lobt Entscheidung in BrüsselEine Erweiterung mit einem solchen Umfang habe es bislang noch nicht gegeben, sagte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). »Damit wird industrielle Wertschöpfung in Deutschland erhalten, und es werden gute Arbeitsplätze gesichert.« Zu den neuen Sektoren zählten unter anderem Unternehmen der organischen Chemie und der Glasindustrie. Umweltminister Carsten Schneider (SPD) sage, es werde Planungssicherheit für Unternehmen geschaffen und industrielle Wertschöpfung gesichert.