Einmal im Jahr schwingt sich der Minister – jetzt Ministerpräsident – Sven Schulze (CDU) aufs Fahrrad und radelt durchs Land. Am Mittwochmorgen um acht Uhr macht er seinen ersten Stopp – in Halle (Saale). Und nicht an irgendeinem Ort in der Stadt, sondern auf dem Riebeckplatz – dem zukünftigen Standort des Zukunftszentrums für Deutsche Einheit und Europäische Transformation.
Autos fahren vorbei, Wind pfeift um die Ohren und noch wächst auf dem Grundstück vor allem Gras. Dass hier einmal eines der ambitioniertesten Kultur- und Gesellschaftsprojekte des Landes entstehen soll, braucht derzeit noch etwas Vorstellungskraft. Eine große Visualisierungstafel zeigt den Besuchenden jedoch schon mal, wie es hier einmal aussehen soll. „Wenn hier eine Baustelle entsteht, dann ist schon mal der erste Schritt getan, dass die Leute merken: Es wird konkret, das gibt es wirklich“, sagt Uta Bretschneider, die Programmdirektorin des Zentrums.Der sichtbare Baustart werde ein wichtiger Meilenstein sein. Gleichzeitig wachse die Vorfreude darauf, das Gebäude später auch in Nutzung zu erleben, so Bretschneider. Das Zukunftszentrum soll künftig zu den markantesten Bauwerken der Stadt gehören. Bretschneider sprach von einer „absoluten Landmarke“, die Menschen anziehen werde. Auch städtebaulich könne das Projekt dem Riebeckplatz neue Impulse geben. „Architektonische Besonderheiten kann es hier brauchen“, sagte sie.






