Sie sind auf Straßen und Gehwegen unterwegs, oft schneller als andere Radfahrer. Verkehrszeichen und rotes Ampellicht scheinen für manche nur empfehlenden Charakter zu haben. Doch die Menschen, die Essen und anderes per Fahrrad liefern, haben auch einen stressigen Job. Jetzt zeigt eine neue Studie, wie hoch das Unfallrisiko ist. So verunglücken bestimmte Lieferfahrer im Schnitt rund fünfmal pro Jahr. Delivery Rider: So werden Fahrer bei Wolt, Flink & Co. genannt. „Es ist nicht akzeptabel, dass Riderinnen und Rider täglich ihre Gesundheit aufs Spiel setzen müssen“, sagte Manfred Wirsch, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR). Der Verband hat die Studie bei der Technischen Universität Dresden in Auftrag gegeben. Tiefkühlkost und andere Lebensmittel aus dem Supermarkt, Pizza und Hamburger aus der Imbiss-Gastronomie: Immer mehr Menschen bestellen per Smartphone-App Waren und lassen sie sich per Fahrrad nach Hause liefern. Während der Covid-Pandemie erlebte die Branche einen ersten Höhenflug. Heute gehören Delivery Rider zum Straßenbild.

Delivery Rider: Wann das Unfallrisiko am größten ist

Doch selbst im ruppigen Berlin fallen viele wegen ihrer riskanten Fahrweise auf – was hier schon einiges heißen will. Auch in anderen deutschen Städten scheint der Arbeitsalltag dieser Lieferfahrer mit erheblichen Risiken verbunden zu sein. Die am Mittwoch in Berlin vorgestellte Studie der TU Dresden zeigt, wie hoch die Unfallbelastung bei diesen Verkehrsteilnehmern ist. Das Ergebnis vorab: sehr hoch.